Der alte Korporal

Jetzt also vorwärts, Kameraden,

Die Stunde schlägt, noch einen Kuß,

Mein Pfeifchen brennt, Ihr habt geladen,

Kommt, Kinder, machen wir nun Schluß.

Die Jahre sind im Dienst geschwunden,

Den ich Euch allen beigebracht,

Doch niemals hab ich Euch geschunden!

Nun gebet Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Nehmt Tritt, gebt Acht,

Gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht!

Ein Leutnant denkt, er darf mich kränken,

Ich wisch ihm eine aus, dem Wicht;

Es tat ihm nichts, doch sowas schenken ....

Mein Urteil sprach das Kriegsgericht.

Wer nicht so rasch ist, handelt weiser,

Am längsten hab ich’s nun gemacht,

— — Ach was, ich diente meinem Kaiser!

Nun gebet Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Nehmt Tritt, gebt Acht,

Gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht!

An Arm und Bein darf Euch nichts liegen,

Das Kreuz ist ein paar Knochen wert,

Das meine holt ich in den Kriegen,

Da wir die Könige ausgekehrt.

Manch Gläschen gabt Ihr mir zum besten,

Wenn ich erzählte auf der Wacht

Von Schlachtenruhm und Siegesfesten,

Nun gebet Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Heult nicht, gebt Acht,

Nehmt Tritt, gebt Acht,

Gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht, gebt Acht!

Wer fängt dahinten an zu flennen?

Die Tambourswitwe, dacht mirs schon!

Hab Anno zwölf beim tollen Rennen

Die Frau gerettet sammt dem Sohn.

Der Vater liegt im Schnee begraben,

Den Jungen schleppt ich Tag und Nacht ...

Kannst beten für mich alten Knaben!

:|: Nun gebet Acht, :|:

Die Pfeife will nicht ziehen heute ...

Jetzt hat sie Luft, was das nur war!

Da sind wir. Wollt ihr etwa, Leute,

Die Augen mir verbinden gar?

Hier an der Böschung laßt mich stehen,

Zielt nicht zu tief, hübsch mit Bedacht ...

Mögt Ihr die Heimat wieder sehen!

:|: Nun gebet Acht, :|: