Mein Zigeunerleben

Ich bummelte, die Hände in den leeren Taschen,

Mein schöner Überzieher war längst in Verfall,

Der Himmel schien so hoch. O Muse, Dein Vasall

Versuchte träumend Liebesgötter zu erhaschen.

In meiner einzigen Hose war ein großes Loch.

Ich Däumling, der die Reime aus den Hülsen schälte

Und keck den großen Bären zum Quartier erwählte,

Vernahm das süße Rauschen meiner Sterne noch,

Als ich am Straßenrand mich lauschend niedersetzte;

Des Herbstes Abendtau, der meine Stirn benetzte,

Hat mich wie starker Wein begeistert und erquickt.

Zur Leier griff ich. Während rings die Schatten flogen,

Hab ich den Gummi aus dem kranken Schuh gezogen

Und flott drauf los gereimt, den Fuß ans Herz gedrückt.