Schäferstunde
Rot glänzt der Mond, der tief am Himmel steht,
Die Wolken ziehn dahin, im Nebelschleier
Träumt schon das Tal, das Froschkonzert im Weiher
Schallt aus dem Schilf, durch das ein Windhauch weht.
Die Wasserblumen schließen sich, die feuchten,
Vom Horizonte hebt sich das Profil
Der leicht umrissnen Pappel wie ein Spiel,
Indes die Käfer durch die Büsche leuchten.
Das Käuzchen ist aus seinem Schlaf erwacht,
Auf trägem Fittich rudert’s durch das Dunkel,
In ferner Wetter zuckendem Gefunkel
Steigt Venus hell empor. Das ist die Nacht.