Schlaff

Ich bin das Römerreich, das seine Zeit vollendet,

An blonder Nordlandvölker Heerfahrt längst gewöhnt,

Das Verse drechselnd eitlen Nichtigkeiten fröhnt,

Voll Pomp und Prunk, vom trüben Sonnenlicht geblendet.

Nur seine Seele ahnt, wie dieses Spiel sie schändet,

Sie hört den Schlachtenlärm, der in der Ferne dröhnt;

O Ohnmacht, die sich feig und wunschlos selbst verhöhnt,

O Willenlosigkeit, dem Leben abgewendet!

Kein Wollen, keine Kraft, zum Sterben fehlt der Mut ...

Bathyll, der Becher ist geleert, hör auf zu lachen,

Vorüber ist der Schmaus, jetzt heißt’s ein Ende machen!

Nur ab und zu ein Vers, fürs Feuer grade gut,

Nur Lüste, die vor frechen Sklaven sich entschleiern,

Nur Langeweile, unerklärlich, dumpf und bleiern.