Tranquillus
C. Plinii Secundi Epist. I. 24.
Hier hat Sueton gelebt! stets führte das Verlangen
Nach seines Tibur tiefer Ruh ihn wieder her;
Noch steht ein Bogen von der Villa aufrecht, der
Die Ranken stützt, die an den alten Ulmen hangen.
In jedem Herbst ist er von Rom hierher gegangen,
Aus jenem großen, glutdurchwogten Häusermeer,
Hier leuchtete die rote Traube, reif und schwer,
Dies Fleckchen Erde nahm ihn immer neu gefangen.
Und in dem Frieden waren sie ihm alle nah,
Des Claudius Spukgestalt, Nero, Caligula,
Der Messalina frevelhaft verbuhltes Lieben,
Das grause Spiel, das einst auf Capri ward getrieben ...
Dies alles hat in Wachs geritzt, ganz wie’s geschah,
Sein Griffel hier, der unerbittlich wahr geblieben.