Allerhand Nach-, Er- und Bedenkliches

Ein Brief von Erdmut Sammetwühler

Sehr geehrter Herr Schriftleiter!

Ich bitte Sie, in den Spalten Ihrer Heimatschutzmitteilungen folgende Anzeige einzurücken. Obwohl ich weiß, daß Ihr Blatt sich mit bezahlten und unbezahlten Anzeigen dieser Art grundsätzlich nicht befaßt, hoffe ich doch auf Erfüllung meiner Bitte.

Ein erfahrener, alter Praktikus gibt kostenlos an jedermann Rat und Auskunft, wie Milchertrag, Kartoffelertrag usw. ohne Kostenaufwand mühelos gesteigert werden können. Zuschriften sind unter »Kostenlos« an den Landesverein Sächsischer Heimatschutz oder an K. Lucas, Meißen, einzureichen.

Erdmut Sammetwühler.

Mein lieber Herr Schriftleiter!

Sie werden sich jetzt meiner Bekanntschaft aus den Jahren 1920 (Bd. IX, Heft 1–3) und 1921 (Bd. X, Heft 7–9 der Mitteilungen) entsinnen. Jawohl, ich lebe noch. Die böse Zeit hat mich nicht unterbekommen. Wenn ich Ihnen so eine Anzeige bringe, dann denken Sie ja nicht, ich hätte auf meine alten Tage den Größenwahn geschnappt oder triebe mit Ihnen und den Heimatschutzbestrebungen Scherz. Nein, es ist mir ganz ernsthaft zumute bei der Eingabe meines Angebotes. Ich sehe im Geiste, wie Sie lächeln und mit dem Kopfe schütteln, ich glaube zu vernehmen ein deutliches: Quatschkopf, man merkt es, du wirst alt.

Also hören Sie an. Ihr sächsischer Landtag hatte in seiner Sitzung am 4. März 1921 ein von Ihnen eingebrachtes Schutzgesetz für uns und alle, die unter der unvernünftigen Pelzjägerei leiden mußten, mit seltener Einmütigkeit und selten fröhlicher Stimmung abgelehnt. Ich schrieb Ihnen noch den bekannten Brief »In eigener Sache ein letztes Wort« und hielt es dann für ratsam, auszuwandern. Sie sagen: Das stimmt. Aber wohin auswandern? Woher wußtest du von einem rettenden Lande?

Ja, mein Lieber, auch wir haben unsere Beziehungen, auch wir haben unsere Vertrauensleute überall sitzen. Außerdem sind unsere Nerven so fein, daß wir die terrestrischen Radiowellen ohne Hörer glatt aufnehmen und uns nach den auf diese Weise erhaltenen Mitteilungen richten können. Ich grub mich nach Schlesien durch, da ich erfahren hatte, daß der preußische Landwirtschaftsminister durch Erlaß vom 8. April 1920 den Regierungspräsidenten anheimgestellt hatte, zum Schutze unserer Sippschaft Polizeiverordnungen zu erlassen. Das ist auch für fünfzehn Regierungsbezirke und für einige Kreise geschehen. Damit war verboten, uns außer in geschlossenen Gärten, auf Deichen usw. zu fangen und zu töten. Nur in besonderen Fällen konnten von Ortsbehörden Ausnahmebestimmungen erlassen werden. Die Regierungsbezirke Düsseldorf und Trier, die Kreise Köln-Stadt und Bergheim im Bezirk Köln schränkten das Verbot des Fangens und Tötens ein auf fremde Grundstücke. Damit noch nicht genug. In dreizehn von den fünfzehn Regierungsbezirken (Schneidemühl, Köslin, Breslau, Liegnitz, Oppeln, Magdeburg, Merseburg, Minden, Hildesheim, Wiesbaden, Coblenz, Aachen, Sigmaringen) wurde sogar die öffentliche Ankündigung zur Abnahme unserer Felle verboten. Wenn auch nicht im Wege der Reichsverordnung, so doch im Wege der Landesgesetzgebung wurden wir geschützt. Die Minister für Handel und Gewerbe und für Landwirtschaft, Domänen und Forsten regten aber von sich aus den Erlaß einer Reichsverordnung an. Hatte der Regierungspräsident von Oppeln unter dem 22. Juli 1920 (nicht erst am 4. März 1921 sächsischer Landtagsrechnung) eine Polizeiverordnung zu unserem Schutze für das Abstimmungsgebiet des Regierungsbezirkes erlassen, so dehnte er durch Bekanntmachung vom 1. Dezember 1924 (Regierungs-Amtsblatt – nicht in der Sächsischen Staatszeitung – Stück 16 vom 18. April 1925) diese Verordnung auch auf den nicht zum ehemaligen Abstimmungsgebiete gehörenden Teil seines Regierungsbezirkes aus. So sind wir nunmehr in ganz Schlesien geschützt.

Sie sehen, wir sind ganz genau unterrichtet. Ich kann Ihnen sogar noch mehr erzählen. Seit dem 31. März 1920 gibt es in Württemberg ein Schutzgesetz für uns. Uns darf nur in geschlossenen Gärten nachgestellt werden. In gewissen Fällen können die Gemeindebehörden – wie in Preußen – Ausnahmebestimmungen erlassen. Die Verfügung des Ernährungsministeriums vom 9. Dezember 1920 gibt aber klar und eindeutig an, wer auf uneingefriedeten Grundstücken fangen darf und unter welchen Bedingungen. Angebote zu Verkauf und Ankauf von unseren Fellen sind dort ebenfalls verboten. Wer sich nicht daran hält, kann mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit verhältnismäßig hoher Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen belegt werden. Eine Einschränkung hat Württemberg allerdings vorgenommen. Das für die Angelegenheiten der Landwirtschaft zuständige Ministerium kann die einzelnen Bestimmungen für das ganze Staatsgebiet oder Teile davon auf bestimmte oder unbestimmte Zeit außer Kraft setzen. Ganz ähnlich lautet das entsprechende Schutzgesetz in Holland.

Und was haben Sie in Sachsen gefordert? War es nicht dasselbe?

Ich grub mich also nach Schlesien hinaus und hatte Ruhe.

1921 schrieb ich Ihnen: »Es ist uns unbeabsichtigt Hilfe von anderer Seite gekommen. Frau Mode, das wetterwendische Weib, hat uns ihre Gunst wieder entzogen. Das ist unser Glück. Frau Mode hat Euch Menschen alle am Bändel. (Heute würde ich vielleicht schreiben »am Narrenseil«.) Hoffentlich beehrt sie uns recht lange mit ihrer Geringschätzung. Dann werden wir auch Ruhe haben. Wen sie unter uns freien Geschöpfen mit ihrer Gunst beglückte, dem brachte sie den Untergang.« Im neuen Brehm, der vielleicht bei gewissen Leuten mehr zieht als der alte, steht es Schwarz auf Weiß im 10. Bande Seite 320: Nach einer Auskunft, die von einer hervorragenden, an den Zentralen des Pelzhandels in Leipzig und London domizilierenden Rauchwarenfirma herrührt, ist die Mode des Maulwurfpelztragens im entschiedenen Rückgange begriffen und dürfte in absehbarer Zeit ganz verschwinden. Zur Zeit (Juni 1904) ist das Angebot auf dem Weltmarkt in London zirka eine Million Felle jährlich, wovon der deutsche Anteil etwa zwanzig Prozent betragen mag. Die Verfasser vom neuen Brehm schreiben hinzu: »Heute sind die kleinen Samtfellchen des Maulwurfes aus der Pelzkonfektion längst wieder verschwunden«. Leider haben sich diese große Pelzfirma und die Herren Verfasser vom Brehm gründlich getäuscht. Oder sollte ihnen 1920 nicht bekannt geworden sein, daß zum Beispiel zu einem Umhang für eine eitle, gedankenlose Frau, nein (das wäre Verletzung der Frau und Mutter), für ein eitles, gedankenloses menschliches Wesen etwa dreihundert Maulwurfsfelle und vierundsechzig Felle des grauen sibirischen Eichhörnchens verwendet und sechshundertfünfundsiebzig Dollar (1920) dafür verlangt und auch gezahlt worden sind? An dieses eine Beispiel ließen sich leicht weitere, ganz ähnliche anfügen. Schon 1904 hatte der Verband fortschrittlicher Frauenvereine beim Reichskanzler eine Eingabe abgegeben, in der gefordert wurde, einen vermehrten Schutz unserer Sippe herbeizuführen (wir waren schon um 1890 einmal in Mode gekommen), den Maulwurffang und sogar das Tragen von Maulwurfspelzen unter Strafe zu stellen. Das war 1904. Und 1920, 1921!!! Wo bleibt Euer vielgerühmter Fortschritt, der innere Fortschritt?

Ich weiß auch, daß jemand von Euch gesagt hat: Diejenigen, die in unserem Klima wirklich einen Pelz brauchen, sind die, die als Fahrzeugführer zu tun haben. Alle anderen – fast ohne Ausnahme – tragen ihn als Modestück. Aber eins haben uns unsere Vertrauensleute doch noch nicht gemeldet, daß ein angestellter Fahrzeugführer einen Pelz aus unseren Fellen getragen hätte.

Doch zurück zu meiner Anzeige. Was bringt mich darauf? Ich habe von verschiedenen Seiten vernommen, daß Euch die Maikäfer Sorgen bereiten. Die Biologische Reichsanstalt versendet seit einigen Jahren Maikäfermerkblätter. Nach der ganzen Arbeitsweise dieser Anstalt kann ich nicht annehmen, daß sie das nur tut, um etwa die Verbreitungsbezirke vom gewöhnlichen Maikäfer und vom Roßkastanien-Maikäfer klarzulegen. Das Wort Maikäferjahre wird oft genannt.

Man versucht die Zusammenhänge aufzudecken, die jedes Lebewesen als Glied einer geschlossenen Kette erkennen lassen. Man zeigt, wie eine Veränderung an irgendeiner Stelle der Kette zwingend auf alle anderen Glieder einwirken muß. Da taucht auch die Rede auf von den Maikäfern, die Euch Menschen die Milch wegtrinken. Das ist närrisch, aber leider wahr. Überlegt es Euch einmal. Wenn jemand sagte: Maikäfer, die Euch die Kartoffeln wegfressen, so hätte der auch recht.

Im schweizerischen Rhonetale soll eine Gemeinde einmal versucht haben festzustellen, ob es wirklich an dem sei, daß Engerlinge den Grasnutzen merklich schmälern und dadurch die Futtermenge, die Milchviehhaltung und den Milchertrag merklich mindern könnten. Das Ergebnis ist wohl so gewesen, daß auf einen Hektar engerlingsfreier Wiese etwa zwanzig Zentner Heu mehr geerntet worden sind als auf den Wiesen, die engerlingsreich waren. Verbürgen kann ich mich für diese Angaben nicht, aber ein gut Teil Wahrheit steckt dahinter. Hätte man statt des Wiesenlandes Kartoffelland zu diesen Untersuchungen benutzt, so wären sicher ähnliche Ergebnisse zutage getreten. Jetzt werden Mittel gesucht, die den Engerlingsschaden mindern und damit die Erträgnisse der Ländereien unter sonst gleichen Bedingungen heben sollen. Aber keins wird darunter sein, das ohne Opfer an Zeit und Geld anzuwenden wäre.

Was haben aber wir Mulle damit zu tun? Daß wir Engerlinge fressen, das ist wohl bekannt. Herr Wiesenbaumeister Bernatz hat ja nun gefunden, daß wir nur zweimal im Jahre Engerlinge fräßen, hat das auch mit seinen Erfahrungen belegt. Das eine Mal wäre es im Frühjahre, wenn die Engerlinge aus den frostfreien Schichten zu den Graswurzeln, Kartoffeln usw. emporstiegen. Das andere Mal wäre dann, wenn sie im Herbste wieder zur Tiefe gingen. Dabei müßten sie unser Röhrennetz schneiden und fielen uns zur Beute. Zu anderen Zeiten erwischten wir keine. Unsere Gänge seien im Sommer unter den Engerlingen, im Winter über ihnen. Ich halte dem entgegen: Es haben etliche von Euch Versuche mit gefangenen Brüdern von mir angestellt, ob wir unsere Beute auf gewisse Entfernungen hin, durch Erdschichten hindurch usw. auch zu wittern vermöchten. Die Versuche haben Euch gezeigt, daß wir das können. Und unser Jungvolk fährt zumeist dicht unter der Erdoberfläche dahin. Da muß mancher Engerling gewahr werden, daß er nicht bloß im Frühjahr und im Herbste sich vor uns sichern möchte.

Aber mag daran sein, was will. Jeder Engerling, der von uns gefressen wird, bedeutet für Euch Gewinn an Graswuchs, an Kartoffelwuchs, an Futter, an Kartoffeln, an Milch, an Fleisch. Aus den Engerlingen werden Käfer. Auch diese fressen. Jeder Fraß am Baume mindert in entsprechendem Maße den Ertrag an allem, was der Baum bietet. Schwingt Euch einmal zu den Gedankengängen eines Leberecht Hühnchen auf, der sich ausmalt, was er alles verzehrt, wenn er ein einziges Hühnerei genießt: einen ganzen Hühnerpark. Wendet das auf uns an. Was verzehren wir alles, wenn wir einen einzigen Engerling auffressen! Liegt auch eine starke Übertreibung darin, so ist eine solche Betrachtung doch sehr lehrreich und bedeutsam. Was ich hier auf den Engerling bezogen habe, das könnt Ihr auch auf jeden anderen tierischen, innerirdischen Bewohner Eurer Grundstücke anwenden, den wir zu überwinden vermögen.

Ich gehe noch weiter und schlage vor: Nehmt zwei Stück gleichwertiges Land, zwei Wiesen oder zwei Stück Kartoffelland. Das eine säubert von uns; auf dem andern laßt uns in Ruhe. Prüft von beiden die Erträge. Setzt bei der Wiese ruhig in Rechnung, daß Ihr wegen unserer Hügel die Sense vielleicht etwas höher einsetzen müßt, daß daher höhere Grasstoppeln stehen bleiben, als unbedingt nötig wäre. Ich habe die Zuversicht, daß wir uns trotz allem nicht als so schlimme Gäste erweisen werden, als die wir von verschiedenen Seiten her immer hingestellt werden. Daß wir ihrer auf einem Stück nicht zuviel werden, dafür sorgen wir schon selbst. Wir haben eine große Freßlust. Auf einem Stück, auf dem einer von uns gerade satt wird, da duldet er keine weiteren Mitfresser. Einer muß weichen; da gibt es kein Erbarmen.

Ich glaube, meine Anzeige wird jetzt deutlich. Für uns Mulle allein will ich auch nicht sprechen. Ich will nur immer und immer betonen: Ihr Menschen, stört nicht ohne dringende Not das Gleichgewicht in der Natur! Habt Ihr Eingriffe in den Gleichgewichtszustand vor, dann fragt Euch ernstlich: Was für unmittelbare Folgen wird unser Eingriff haben? Aber seid damit noch nicht zufrieden, sondern stellt Euch die viel schwerere Frage: Was für mittelbare, weitgehende Folgen können aus diesem Eingriff erwachsen? Bedenkt dabei, daß diese mittelbaren Folgen Nachteile zu bringen vermögen, die den unmittelbaren Nutzen zunichte machen können. Ein augenblicklicher, vielleicht nur persönlicher Gewinn kann ausschlagen zum dauernden Schaden, den meist die Allgemeinheit zu tragen hat.

Darum will ich zum Schlusse Ihnen noch ein weiteres Bedenken, das mich beunruhigt, vorbringen: Die Kiefernwaldungen werden in gewissen Gegenden von einem Nachtschmetterling, einer sogenannten Eule, schwer heimgesucht. Die ausgedehnten Bestände sind dem Untergange nahe. Einmal die Nonne, dann diese Eule! Ist diese Massenhaftigkeit des Auftretens dieser zwei Waldverderber nicht vielleicht auch eine mittelbare, weittragende Folge einer Gleichgewichtsstörung im Walde? Es wird doch jetzt so viel geredet und geschrieben vom Mischwald, vom Dauerwald. Nun sucht Ihr nach Abwehrmitteln und wollt es jetzt mit einem starken Gift versuchen, das Flieger über den befallenen Waldungen von ihren Flugzeugen aus abblasen sollen. Ich weiß nicht, von mir aus gesehen – ich betrachte die Dinge nur aus der Maulwurfperspektive, nicht von Eurer erhabenen Warte aus – scheint das wieder eine Gleichgewichtsstörung zu werden. Dieser Eule gegenüber wird dieses Mittel wahrscheinlich einen augenblicklichen, vielleicht auch einen auf gewisse Zeit anhaltenden Erfolg bringen. Ich denke aber an die mittelbaren Wirkungen, die nicht heute, nicht morgen in die Erscheinung zu treten brauchen, aber sicher einmal zu spüren sein werden. Wird nur der Schmetterling vernichtet werden? Wird der Gifttod nicht auch andere Lebewesen raffen, auch solche, die er nicht treffen sollte?

Dies wäre von Ihnen und denen, die dem Heimatschutz und damit dem Naturschutz nahestehen und ein Wort dazu zu sagen vermögen, wohl zu bedenken. »Zu spät« ist ein furchtbares Wort. Sorgen Sie mit dafür, daß dieses Wort verschwinden, daß die Tragödienreihe aus Tier- und Pflanzenreich nicht immer neue Fortsetzungen finden möge, die Reihe, die unter der Überschrift steht: »Zu spät« durch menschliche Verblendung!

Damit will ich schließen. Ich sinniere jetzt über Dinge, die mich eigentlich gar nichts angehen. Früher lebte ich, wie mir schien, mein Leben leichter. Da dachte ich mehr an mich und weniger an die anderen. Jetzt muß ich immer mehr an die anderen denken und weniger an mich. Wenn solche Gedankengänge ein Maulwurfshirn erobern können, sollte nicht auch jedes Menschenhirn davon erfüllt sein müssen! Niemand ist für sich da. Jedes ist für alle und alle sind für jedes da. Dieses Umdenken in meinem Maulwurfshirn kann nur meine Bekanntschaft mit Ihren Bestrebungen bewirkt haben. Möchte es jedem so gehen!

Glück ab! für mich.

Glück auf! für Sie.

Erdmut Sammetwühler, Ehrenobermullrich s. c. (= senectutis causa).

Postskriptum: Ich glaube, es gehört sich für einen richtigen Briefschreiber, daß er ein Postskriptum fertig bringt. Darum füge ich auch eins an. Am 22. August 1925 hat in der Meißner Landwirtschaftlichen Zeitung gestanden: Auf dem Acker beginnt jetzt der Kampf gegen die Getreideschädiger. Die schlimmsten unter ihnen, die Erdraupen, Drahtwürmer und Engerlinge, kann man überhaupt nur fassen, wenn man ihnen einzeln ans Leben geht ... Es gibt keinen größeren Vertilger dieser »Würmer« als den Maulwurf. Ihn sollte man durchaus schonen. Schon heute gibt es eine Anzahl Praktiker, welche die Zunahme der Drahtwurmplage in Zusammenhang bringen mit der schonungslosen Jagd, die man während und nach dem Kriege gegen den Maulwurf geführt hat. (Karl Schöpke, Jessen, Bez. Halle.) So ein Bericht tut wohl. Sollte unsere Maulwurfsdämmerung in graue Fernen rücken, sollte es vielleicht anderswo in anderer Art anfangen zu dämmern?! Hoffentlich! Glück zu!

D. O.