Nach Frankreich hinein
Wieder wie einmal nach Böhmen ließ Moltke drei Heere nach Frankreich marschieren, und wieder wie damals kam ihre schnelle Bewegung dem Feind in die Flanken.
Über den Rhein nach Baden, Schwaben und Bayern wollte Napoleon ziehen, die süddeutschen Mächte gegen den norddeutschen Bund zu gebrauchen; aber sein Heer kam nicht los von Straßburg und Metz.
Ehe Mac Mahon in Marsch kam mit seiner saumseligen Macht, hatte der Kronprinz den Lauterbach überschritten, den Feind im Elsaß zu packen.
Der Geisberg bei Weißenburg wurde von Preußen und Bayern erstürmt und danach bei Wörth der stolze Mac Mahon geschlagen; ehe sein Heer beisammen war, riß schon der Strudel der schmählich verlorenen Schlacht die fliehenden Massen über den Wasgenwald hin.
Die Steige von Zabern war frei, als Sieger marschierten die Söhne der süddeutschen Länder hinein in das uralte Schlachtfeld der katalaunischen Felder.
Am selben Tag, da Mac Mahon bei Wörth den Ruhm von Magenta verlor, berannten die Preußen der ersten Armee die Spicherer Höhen hinter Saarbrücken; blutige Stürme liefen vom Mittag bis in die Nacht gegen die steilen Waldberge an, Tausende mußten ihr Leben um einen Schritt lassen.
Aber der Schritt machte den Weg nach Lothringen frei, und Lothringen war mit seiner gewaltigen Festung der Schlüssel, den Krieg nach Frankreich zu tragen.