Krebsschäden.
Von der glücklichen Heilung dieses furchtbaren, verheerenden und entstellenden Uebels habe ich aus eigener Erfahrung und Praxis so viel Beweise, daß mein Mittel als unbezweifelt betrachtet werden kann, wenn der Krebsschaden nicht zu alt ist, und also nicht schon zu weit um sich gegriffen hat; aber auch in diesem Fall gewährt die Anwendung desselben die größte Linderung. Ob aber eine Wunde krebsartig sei, läßt sich sogleich erkennen, wenn man sie mit unserm Medicament behandelt; jede andere Wunde schmerzt heftig, wenn man sie mit dem präparirten Franzbranntwein benetzt, nur der Krebs ist dagegen unempfindlich, und heilt auf eine beispiellos schnelle Weise.
Das Verfahren bei der Behandlung der Krebsschäden mit dem Medicament ist ebenfalls ganz einfach. Die Wunde wird damit täglich drei bis vier Mal ausgewaschen, ein feines leinenes Läppchen damit angefeuchtet und aufgelegt, und wenn es anfängt zu trocknen, wieder angefeuchtet oder noch besser mit einem angefeuchteten gewechselt. Der obere Theil des Kopfes wird vor dem Schlafengehn zehn Minuten lang eingerieben, und eine Nachtmütze aufgesetzt; am andern Morgen wird eine Stunde vor dem Frühstück in der gewöhnlichen Quantität und Mischung eingenommen. Hiermit ist fortzufahren, bis das Uebel gehoben, wozu oft nur vier, sechs bis acht Tage erforderlich sind. Wird bei Zeiten dagegen eingeschritten, so muß er gänzlich aus dem leider so langen Verzeichniß der menschlichen Krankheiten verschwinden.
Von den vielen glücklichen Heilungen, die mir in meiner eigenen Praxis vorgekommen sind, will ich hier nur die erste anführen.
Sie trug sich mit einem jungen Manne zu, der seit sechs Monaten den Krebs an der Nase hatte. Als er zu mir kam, waren bereits alle gewöhnlichen Mittel von ihm durchgebraucht worden, jedoch ohne den geringsten Erfolg. Seit den letzten zwanzig Tagen waren die Schmerzen unerträglich geworden, er hatte kein Auge mehr zugethan, und fühlte besonders einen immer heftiger werdenden Schmerz im Halse und unter dem einen Ohr. Ich ließ ihm sogleich die Wunde und den ganzen Kopf mit dem Medicament waschen, wonach er vortrefflich schlief. Am nächsten Morgen bekam er zwei Eßlöffel voll des Medicaments mit heißem Wasser gemischt, den Tag über wurde die Wunde drei Mal damit ausgewaschen und sonst mit einem angefeuchteten Läppchen bedeckt; am Abend dieses zweiten Tages wurde der Kopf nur eingerieben, am dritten Abend aber noch ein Mal ganz gewaschen, und dann nur regelmäßig mit Einreiben, Einnehmen und Auswaschen der Wunde fortgefahren. In vier Wochen war der Kranke vollständig geheilt.
Hierauf kamen gleich nach einander sechs mit Krebsschäden heimgesuchte Personen zu mir, und wünschten geheilt zu sein. Drei Schäden waren schon ziemlich alt, zwei andere erst im Entstehen, — alle fünf wurden ganz schmerzlos in der angegebenen Weise geheilt. Das sechste Individuum gehörte der begüterten Klasse an und hatte einen Arzt mit einem »bedeutenden Ruf.« Als seine Wunde mit dem Medicament gewaschen wurde, fing sie an, heftig zu bluten, welches ich für sehr wohlthätig hielt, da er sich bedeutend erleichtert fühlte, als das Bluten aufgehört hatte. Die Freunde des Patienten waren jedoch anderer Meinung; sie riefen seinen Arzt und Chirurgus, die entrüstet und einmüthig erklärten, seine Schwelle nicht wieder zu betreten, wenn von meinem Mittel noch ferner die Rede wäre. Er versprach, es nicht mehr anzuwenden, und hat wahrscheinlich auch Wort gehalten, denn bald darauf war er todt. Die andern fünf Patienten sind gesund und leben heute noch.
Lungenentzündung.
Diese gefährliche Krankheit wird stets dadurch gehoben, daß man dem Patienten den oberen Theil des Kopfes mit dem Medicament einreibt, ihm den Tag über zwei bis drei Mal in der bekannten Quantität und Mischung davon eingiebt, und ihm einen damit angefeuchteten Lappen auf die Stelle legt, wo er die meisten Stiche und Schmerzen fühlt; denn es ist gerade eine Haupteigenschaft des Medicaments, alle Entzündungen zu heben.