517. O Pow’r of love, all else transcending
Gerhard Tersteegen, 1697-1769
Tr. H. Brueckner, 1883—
1.
Ich bete an die Macht der Liebe,
Die sich in Jesu offenbart;
Ich geb’ mich hin dem freien Triebe,
Mit dem ich heiss geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
Ins Meer der Liebe mich versenken.
2.
Wie bist du mir so hoch gewogen,
Und wie verlangt dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und stark gezogen,
Neigt sich mein Alles auch zu dir.
Du, teure Liebe, gutes Wesen,
Du hast mich, ich hab’ dich erlesen!
3.
Ich fühl’s, du bist’s, ich muss dich haben;
Ich fühl’s, ich muss für dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
Mein Leben ist in dir allein!
Hier ist die Ruh’, hier ist Vergnügen;
Drum folg’ ich deinen sel’gen Zügen.
4.
Dein ewig ist mein Herz und Leben,
Erlöser, du, mein einzig Gut!
Du hast für mich dich hingegeben
Zum Heil durch dein Erlösungsblut.
Du Heil des schweren, tiefen Falles,
Für dich ist ewig Herz und Alles!
5.
Ich liebt’ und lebte recht im Zwange,
Als ich mir lebte ohne dich.
Ich wollte dich nicht, ach so lange!
Doch liebtest du und suchtest mich!
O wenn doch dies der Sünder wüsste,
Sein Herz wohl bald dich lieben müsste!
6.
O Jesu, dass dein Name bliebe
Im Geist mir; drück ihn tief hinein!
Lass deine süsse Jesusliebe
In Herz und Sinn gepräget sein!
In Wort and Werk, in allem Wesen
Sei Jesus und sonst nichts zu lesen!
7.
In deinem teuren, heil’gen Namen
Eröffnet sich des Vaters Herz,
Da find’ ich lauter Ja und Amen,
Und Trost und Heilung für den Schmerz.
O dass dies jeder Sünder wüsste,
Sein Herz gar bald dich lieben müsste!
8.
Preis sei dem hohen Jesusnamen,
In dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Ströme kamen,
Aus dem die sel’ge Schaar dort trinkt!
Wie beugen sie sich ohne Ende,
Wie falten sie die frohen Hände!
One of the great hymns by the German mystic, Gerhard Tersteegen.
For comments on Tersteegen see [Hymn 506].
Our version is a free translation of stanzas 1, 2, and 4 of the original 8.
Herman Brueckner, translator of the hymn, was born in Eisenach, Germany, and was educated at the Universities of Leipzig, Greifswald, and Jena. The latter gave him the doctor’s degree in theology in 1923. Coming to America, Brueckner served a year as Lutheran Seaman’s Pastor for the Port of New York. From 1915 to 1931 he was pastor of St. Matthaeus Lutheran Church, Hoboken, N. J., and since that time has served as Professor of Church History in Hartwick Seminary. He is the author of a number of volumes on ecclesiastical and historical subjects, among them, Church and State in Germany, published in 1934.
Brueckner’s translation was slightly altered by the editors of the Hymnary, at two points:
Stanza 1, line 4: “And sign of thy celestial lore,” to “Thy name to honor and adore.”
Stanza 2, line 5: “Thy love, so tender, and caressing,” to “Thy love, so tender, so possessing.”
MUSIC. ST. PETERSBURG, also known as “Wells,” “Wellspring,” and “Shangana,” is adapted from a portion of a mass by the Russian composer, Dimitri S. Bortniansky, 1752-1825.
For comments on Bortniansky see [Hymn 28].
The “Don Cossacks” sing this melody with thrilling effect to “Kol slaven,” a Russian folk song. The tune, slightly altered, has in recent years been introduced into a number of American hymnals.