564. Jesus, priceless Treasure
Johann Franck, 1618-77
Tr. Catherine Winkworth, 1829-78
1.
Jesu, meine Freude,
Meines Herzens Weide,
Jesu, meine Zier,
Ach, wie lang, ach lange
Ist dem Herzen bange
Und verlangt nach dir!
Gotteslamm, mein Bräutigam,
Ausser dir soll mir auf Erden
Nichts sonst Liebers werden!
2.
Unter deinem Schirmen
Bin ich vor den Stürmen
Aller Feinde frei.
Lass den Satan wittern,
Lass die Welt erschüttern,
Mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt,
Obgleich Sünd’ und Hölle schrecken,
Jesus will mich decken.
3.
Trotz dem alten Drachen,
Trotz dem Todesrachen,
Trotz der Furcht dazu!
Tobe, Welt, und springe,
Ich steh’ hier und singe
In gar sichrer Ruh’;
Gottes Macht hält mich in acht;
Erd’ und Abgrund muss verstummen,
Ob sie noch so brummen.
4.
Weg mit allen Schätzen,
Du bist mein Ergötzen,
Jesu, meine Lust!
Weg, ihr eitlen Ehren,
Ich mag euch nicht hören,
Bleibt mir unbewusst!
Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod
Soll mich, ob ich viel muss leiden,
Nicht von Jesu scheiden.
5.
Gute Nacht, o Wesen,
Das die Welt erlesen,
Mir gefällst du nicht!
Gute Nacht, ihr Sünden,
Bleibet weit dahinten,
Kommt nicht mehr ans Licht!
Gute Nacht, du Stolz und Pracht,
Dir sei ganz, du Lasterleben,
Gute Nacht gegeben!
6.
Weicht, ihr Trauergeister,
Denn mein Freudenmeister,
Jesus, tritt herein!
Denen, die Gott lieben,
Muss auch ihr Betrüben
Lauter Zucker sein.
Duld’ ich schon hier Spott und Hohn,
Dennoch bleibst du auch im Leide,
Jesu, meine Freude.
In its depth of spiritual experience, this hymn by Franck resembles Wesley’s “Jesus, lover of my soul.” It has made a wide appeal and the words have been translated into various tongues. Peter the Great, the irreligious Czar of Russia, of all people, had the hymn done into the Russian language, and it has also been translated into Estonian.
For comments on the author, Johann Franck, see [Hymn 552].
For comments on the translator, Catherine Winkworth, see [Hymn 236].
MUSIC. JESU MEINE FREUDE is an adaptation of a traditional melody found in J. Crüger’s Praxis Pietatis Melica, 1653, where it is set to the present hymn. Our version of the melody and the harmony is by J. S. Bach. It is a superb tune and rates as one of the finest of all German chorales.
For comments on Johann Crüger see [Hymn 242].
For comments on J. S. Bach see [Hymn 539].