3.

Vorbei ist der Kosak an Schlünden14 schon und tiefen Spalten15,

Wo Wölfe und Tataren gern sich im Verstecke halten.

Zu einem Kreuz flog er heran, des Hügel allbekannt,

Denn drunter liegt seit lange ein Vampir16 verscharrt im Sand.

Er zog davor die Mütze, kreuzt’ sich dreimal ängstlich bang

Und saust mit eil’ger Botschaft sturmesgleich die Stepp entlang.

Das flinke Roß zumal läßt sich durch keinen Zauber bannen,

Es schnaubt nur, stampft vor Ungeduld und eilt sofort von dannen.

Der dunkle Boh zieht Silberstreifen auf Granit17 dahin —

Der treue, mutige Kosak errät des Herren Sinn;

Die Mühle schäumt am Bach, in Weiden saust der böse Feind —

Das muntre, treue Rößlein merkt, wie der Kosak es meint,

Und über Wiesen blumenreich, durch Dornen18 scharf und dicht.

Da schlüpfen leichter wohl die flüchtigen Saїga’s19 nicht;

Und wie ein Pfeil, gestreckt auf hohem Sattelsitze20 liegt

Der lauernde Kosak, der sich ans Pferd behende schmiegt.

Der Wüstenkönig sprengt die unwegsame Wüst entlang

Und Steppe, Pferd, Kosak und Nacht sind nur ein wilder Klang.

O, wer will ihm verwehren auch zu schwärmen hier allein?

Fort ist er — Niemand holt auf heimatlicher Stepp ihn ein!