Hehehe! — lachte eine laute Stimme, indem ein Mann Salassin bei dem Arm griff — Herr Salassin! Du kennst mich wohl gar nimmer.
Je — Georg — bist du es? Wie kommst du daher? — sprach Salassin freudig, als er den Diener seines Vaters erkannte. Bist du etwa nimmer bei meinem Vater?
Georg. Hat sich wohl! Er schickte mich eben mit einem Briefchen und vollgefüllten Beutel an euch ab.
Sal. Ey sey mir willkommen! Ich habe eben beides nöthig. Ich hin aus der Stadt gesperrt!
Georg. Kam auch zu spät — dachte, mach ich morgen dem lieben Herrn eine rechte Freude. — Ja, also — nun muß ich meinen Auftrag ausrichten. Der Vater und die Mutter und der Pfarrer und unser ganzes Dorf grüßt dich vom Herzen, und es soll dir nur recht gut gehen! Georg richte dich — sagte der Vater vor 4 Tagen — du gehst mit einem Brief zu Salassin! — Nur her damit — sagt ich — ich will flink wie ein Hirsch seyn! Da hast du den Brief, sagt er, und ich lasse ihn grüssen, und er soll mir Freude und Ehre machen! Und die Mutter zupfte mich so auf die Seite, und da gieb ihm das Geld! sagte sie, daß der Vater nichts hörte.
Sal. (freudig und voll Ungeduld) Die guten — guten Eltern! Geschwind wo hast du den Brief.
Georg. (zog ihn aus der Brieftasche) Und dann gab er mir auch den Befehl — ich solle mich bei dem edlen Bengler aufhalten —
Sal. (voll brennender Begier) Nun? und was —
Georg. Dort hatten sie eine Freude! Der Vater und die Mutter sind allen Wochen einigemal da, und diese wieder bei uns. Wie ich erzählte ich gehe zu dir in die Stadt — Wind und Blitz! — da hättet ihr die schöne Tochter des Benglers sehen sollen — wie sie aufsprang — und fragte — gar nicht auf meine Antworten hörte — und immer nur recht viel des Schönen und Herzlichen und was weiß ich alles an euch auszurichten mir gab. Du mußt sie ja kennen?
Sal. (voll Jubel) O recht gut — recht gut! Erzähle — erzähle!