Georg. Da versprach sie mir ein silbernes Ringelchen, wenn ich ihr eine gute Nachricht von dir zurückbrächte — und schenkte mit allerlei — und da hatte sie eine so herzliche Freude — ich glaube — sie hat — dich recht lieb — so lieb — wie ich einmal meine Marie lieb hatte, als ich sie lieb hatte! hehehe:

Sal. O goldner Georg! Du bringst mir zuviel angenehmes! Den Brief will ich gleich lesen! — Sag mit doch — sind alle gesund? vergnügt? Ist das Mädchen noch immer — was wollt ich denn nur sagen? — ja — sie hat also nach mir gefragt? läßt mich grüssen? —

Georg. Ja ja! Und du sollst bald einmal wieder — ich weiß nicht wie das Ding heißt — das so hübsch klingt und singt — es hat so viele Saiten — und man klappt mit den Fingern darauf — ja — du sollst auf der Orgel bald wieder spielen —

Sal. Ach — sie meint das Euphon — o ich möchte alle Tage dahin!

Georg. So — gefällts dir nicht mehr in der Stadt?

Sal. O ja — doch wünscht ich einmal wieder meine Heimat —

Georg. Aha! und das schöne Töchterchen zu sehen! Verstanden! Ja! — daß ich nicht vergesse — In einigen Tagen kutschirt mein Vater und ich in einem Luftschiff ins Lager — nach — nach ihrer Rechnung — müßte sie heut dort gewesen seyn!

(Salassins Freude sinkt plötzlich durch diese Nachricht) Ich habe sie gesehen! Aber grade stiegen sie in die Luft und — sie erkannte mich gar nicht — — O nun ists gewiß — Lolly und Sebalds Mädchen ist eins! — (sprach er harmvoll für sich —) Komm, komm lieber Georg! — Die Mitternacht ist nahe — du hast Ruhe nöthig — ich will den Brief lesen!

Sie giengen — Salassin fragte noch tausendmal nach mancherlei von Lolly — und ward immer unruhiger, froher, wieder verstimmter. Er las den Brief.

Mein Sohn!