Sal. (verwirrt) Mein erlauchter Kaiser — ich —
Der Kaiser. Getrauest du dich nicht auf andern Wegen deine Kraft dem Lande zu verwenden? Reizt dich nicht blos der lockende Ruhm, der im Schlachtgewühle so leicht zu verdienen scheint? Wisse, nicht jedem lächelt das Glück und läßt den Lorbeer ihn pflücken — Mancher dir ähnliche Jüngling feurig, entschlossen, der diese Bahn wandelte, fiel unberühmt.
Sal. Er fiel für das Vaterland — die Seinen beweinen ihn — Ruhmes genug. Aber, erlaube mein Vater! Nicht der lockende Ruhm, nicht des Ehrgeizes quälender Durst, treibt mich deine Majestät anzuflehn um die Gewährung meiner Bitte — das Wohl der Mitmenschen ist der Sporn, der mich spornt, auch meinen Arm gegen die Störer unsers Friedens zu erheben. Ich will helfen zu siegen, von meinem Bewustseyn, recht gehandelt zu haben belohnt, oder fallen, unberühmt und vergessen.
Der Kaiser. Jüngling — ist dein Entschluß fest, unerschütterlich?
Sal. Ein Fels.
Der Kaiser. Jüngling — noch einmal — ich gönne dir Ueberlegung! Laß dich von Raschheit und feurigem Muthe nicht zu einem Schritt reissen, den du einst bereuen dürftest — überlege — der Pfade dem Vaterland ruhmvoll zu dienen sind noch unzählige.
Sal. Dieser für itzo der wichtigste.
Der Kaiser. Wohlan denn! Morgen mit dem dämmernden Tage bricht das Heer auf — du hast nicht Zeit dich von Allem so dir theuer ist zu beurlauben — vielleicht auf immer — zagst du nicht?
Sal. Entschlossen und muthig, will ich gegen Feinde kämpfen.
Der Kaiser. (legt ihm die Hand auf die Schulter mit forschendem Auge) Ich gewähre dir die rasche Bitte nicht!