Richtig! Der Einfall war schön! — riefen die Andern. — Sie sangen, O welch ein Gesang! Der liebliche Tenor mit des Mädchens Nachtigallsoprano schmolz so zärtlich — so gefühlvoll, so süß ineinander — Natur und Kunst war so schwesterlich vereint, — alle vergaßen wie bezaubert des Frühmahles im Hören verloren.

Die beiden Väter blickten sich mit frohem Gesichte an, in jedem stieg der leise Wunsch auf: Welch ein herrlich Paar könnten unsre Kinder werden!

Graf Welly wurde mit Lob und Schmeicheleien über seinen Sohn überströmt, und freute sich innig. Man schloß endlich das ergötzende Schauspiel, und Welly sprach von der Abreise.

„Nicht doch Freund! Bleibe noch da! Du versäumst ja nichts! Wir sahen uns lange Jahre nicht! Die Stadt entläuft ja nicht!“ — warf Wallbach ein; als dieser sich zu empfehlen begann.

„Halte mirs zu Guten, theurer Wallbach! Meine Gattin würde bangen, träf ich zur bestimmen Stunde nicht ein in der Heimat.“

O dann sey unbesorgt! ich schick eine Luftgondel um sie!

„Ein andermal Freund! Ein andermal! Nun — wie du willst. Zwang ist meine Sache nicht!

Die beiden Wellyngauer empfahlen sich; allen war leid, und alle bedauerten die kurze Dauer des Vergnügens, das dieser Besuch gewährte, am leidesten war’s — Lolly. Sie hätte gern alle Kutschen und Pferde, Gondeln und Fahrzeuge verzaubert, wenn es in ihrer Macht gestanden wäre; ach! ihr war der schöne Schwimmer, der geschickte Euphonschläger lieber und theurer geworden, als den Mädchen des 18ten Jahrhunderts die — Schminke.

So gefiel es dir nicht bei uns? — fragte sie trübe, den eben nicht sehr heitern Salassin.

„Mir? Könnte mir der Himmel besser gefallen?“