Diese Wasserkrüge sind in der ganzen Colonie im Gebrauche, und es erhält sich das Wasser auch sehr kühl in ihnen, weil sie porös sind und immer schwitzen.
Eine andere bedeutende Beschäftigung ist die Verfertigung von Hängematten.
Cattun, den sie theils selbst um ihre Hütten pflanzen, theils von den Plantagen eintauschen, wird in müssigen Stunden von ihnen gesponnen, und dann, wenn eine hinreichende Quantität, etwa 10-15 Pfund Garn vorhanden sind, der Webstuhl aufgeschlagen. An zwei aufrecht stehenden Pfosten sind zwei andere so weit auseinander befestigt, als die halbe Länge der Hängematte betragen soll. Um diese Pfosten wird nun der Zettel gewunden, der Eintrag durch Aufhebung der Zettelfäden durchgeschoben und mit einem harthölzernen, glatten Lineal festgeklopft.
Dass diese Arbeit sehr langsam fortschreitet, ist leicht begreiflich. Diese Hängematten sind aber sehr dicht und warm, und werden mit 25-30 fl. bezahlt. Die andern Hängematten werden aus Schnüren, welche aus den Blättern der Mauritia geflochten sind, gewoben, gleichen aber einer Art Netzwerk, und sind nicht dauerhaft.
Die Bebauung der Felder ist ebenfalls den Weibern überlassen. Die Männer fällen zwar die schweren Bäume mit der Axt, aber die Weiber müssen das kleinere Gesträuch mit den Hauern abschlagen. Nachdem nun alles in vier bis sechs Wochen gut ausgetrocknet ist, steckt man den Haufen an der Windseite in Brand. Was nicht verbrannte, wird in kleinere Stücke gehauen und wieder angezündet, und das thut man so lange, bis man einen hinlänglichen Platz zur Anpflanzung der Cassavestöcke hat. Auf einem solchen Acker sind bei weitem nicht alle Bäume verbrannt, sehr viele liegen noch durcheinander am Ort, wo sie gefällt wurden, und es ist desshalb eine Promenade in einem indianischen Acker sehr ermüdend, weil man bald über Bäume klettern, bald unter ihnen durchkriechen muss.
Beim Beginn der kleinen Regenzeit, Anfangs December, wird der Acker mit Cassave oder Maniok bepflanzt. Die knotigen Zweige dieses Strauches werden in 3-4 Fuss lange Stücke zerbrochen, und zwei oder drei derselben etliche Zoll unter dem Boden kreuzweise übereinandergelegt und vergraben. In einigen Tagen schon schlagen die Stöcke aus und wachsen sehr schnell, so dass bei gutem Boden die Wurzeln oder Knollen in neun Monaten reif sind. Mais und Ananas wird zwischen den Maniok hinein gepflanzt, auch Yamswurzeln oder dergleichen, aber alles ohne die mindeste Ordnung.
Wird ein solcher Acker nicht fleissig gejätet, so findet man nach zwei bis drei Monaten mehr Unkraut als Früchte darauf. Stachlichte Solaneen, Brennnesseln und schneidende Grasarten überziehen den Boden und die Gewächse, und ein Indianer nur kann sich in solcher Wildniss zurecht finden.
Das Reinigen dieser Felder, ein nicht gar leichtes Geschäft, bleibt den Weibern überlassen, welche auch die Wurzeln ausgraben und nach Hause bringen. Die Körbe, in welchen diese Feldfrüchte, Holz und andere Gegenstände getragen werden, hängen auf dem Rücken und sind mit einer starken Liane um die Stirne befestigt.
Auf dem Kopfe wird nichts getragen, während die Neger die grössten Lasten auf dem Kopfe schleppen.
Die Männer sind sehr geschickt im Verfertigen von Pagaals, einer Art viereckiger Körbe, die aus der Rinde eines Rohres (Warimbo) gemacht werden. In die Deckel dieser Körbe werden verschiedene Figuren eingeflochten. Da sie sehr dicht geflochten sind und den Regen nicht durchlassen, so sind sie überall im Gebrauche und der Haupthandelsartikel der Indianer.