Man kocht sie im Wasser mit Salz und isst ihren Dotter mit Pfeffer und Zitronensaft; auch lassen sich gute Pfannenkuchen daraus backen.
Um sie längere Zeit aufzubewahren, räuchert man sie, wobei aber das Eiweiss ganz eintrocknet. Die Begattungszeit fällt in den Februar; die Thiere bleiben alsdann Tage lang aneinander hängen und werden so häufig durch die Brandung auf den Strand geworfen, wodurch ihr angenehmes Geschäft unterbrochen wird.
Die Indianer schwimmen, wenn sie zwei solche Liebende erblicken, mit einem Strick auf sie zu und schieben den Vorderfuss des Männchens in eine Schlaufe, was von diesem erst bemerkt wird, wenn man es ans Boot zieht, wobei es dann unter wüthendem Gezappel seine Ehehälfte loslässt.
Die Männchen sind meistens fetter, als die Weibchen und haben dieselbe Grösse; nur ist ihr Schwanz bei 2' lang. Sie gehen nie ans Land und werden daher selten gefangen.
Die ersten Eier findet man in der Mitte Februars; im Mai werden die meisten gelegt und zu Ende Juli kommen die Jungen heraus. Diese kriechen meist Nachts in die See. Aus einem Nest kommen manchmal 30-40. Die anderen Eier verderben. Sie haben übrigens viele Feinde und besonders sind die Aasgeier auf sie erpicht. Auf der Stelle, wo eine Schildkröte gelegt hat, sticht man mit einem Pfeil oder glatten Stabe auf dem umgewühlten Platze an verschiedenen Stellen in den Sand. Findet man eine Stelle, wo der Pfeil leicht und ohne Widerstand eindringt, so gräbt man nach und findet die Eier.
Bereits sitzen auch mehrere Aasgeyer in der Nähe und warten nur, bis man weg ist, um die mit dem Pfeil durchstochenen Eier, welche man liegen lässt, zu fressen. Sobald sie damit fertig sind, fliegen sie voran zu einem neuen Haufen, um auch da ihren Finderlohn wegzuschnappen.
Im Mai und Juni kommen kleinere Seeschildkröten von einer andern Gattung, welche man Varana nennt, hervor. Diese werden bloss 80-100 Pfund schwer und legen kleinere, aber schmackhaftere Eier. An mondhellen Abenden laufen sie zu Dutzenden am Seestrande herum und, wie es scheint, nicht bloss um Eier zu legen, sondern auch zu ihrem Vergnügen. Sie sind bei weitem nicht so phlegmatisch, wie die grossen, lassen sich aber auch nicht so lange beim Leben erhalten.
Zuweilen, aber sehr selten, kommt auch die Carettschildkröte ans Ufer. Sie ist kleiner als die Riesenschildkröte und man erkennt ihre Spur am Zeichen des Kopfes, den sie im Sande zu schleppen scheint.
Die Seeschildkröten werden ausser dem Menschen bloss von dem Jaguar angegriffen, der mit seinen scharfen Krallen sie geschickt auszuhöhlen weiss. Die zwei mir bekannten Arten leben von Tangen und Seegras.
Die sonderbare Matamatta (Chelys infibriata) ist in Surinam nicht zu Hause, kommt aber häufig am Oyapok vor und wird von da nach Cayenne auf den Markt gebracht.