Fig. 134 a–c.
Türkische Mohnritzer, in Kleinasien gebräuchlich. ½ nat. Größe.
[Nach Linde.]
Fig. 135 a–c.
Türkische Mohnritzer, in Kleinasien gebräuchlich, mit Sägeklinge. a und b ½ nat. Größe, c Klinge 15 cm lang.
[Nach Linde.]
Fig. 136.
Mohnritzer nach Hesse, nat. Größe.
Fig. 137.
Naschtar.
Die zum Schälen benutzten Messer haben oft eine eigenartige Form. So z. B. sind die beim Ceylonzimt benutzten ([Fig. 124]) halbkreisförmig gekrümmt und haben an jedem oder einem Ende eine Handhabe. Man schält also meist gleichzeitig mit beiden Händen (vgl. [S. 89]). Der chinesische Zimt dagegen wird mit einem hobelartigen Instrumente geschält ([S. 90]).
Das indische Opium verdankt einer sehr eigenartigen Bearbeitungsmethode seine Eigenschaften: der von den Einschnitten gesammelte Milchsaft wird entweder mit den Füßen oder mit Stangen solange durchgeknetet ([Fig. 131] u. [132]), bis keine Flüssigkeit mehr austritt und dann erst zu «balls» (cakes) in Bengalen ([Fig. 127] bis [130]) oder rechteckigen Kuchen in Patna ([Fig. 132]) geformt, während bei dem kleinasiatischen Opium die Brote direkt aus den abgesammelten Tränen geformt werden. Auch in Persien wird das Opium einer Massage unterworfen, «geknetet».