Fig. 151.
Altes Harzungsverfahren in Nordamerika. Abkratzen des Harzes, Ausschöpfen des Box, Einfüllen in die Fässer und Verladen derselben.
[Tschirch, Harze und Harzbehälter.]

Fig. 152.
Lange Zapfstelle mit aufgelegtem Sauglappen bei einem Perubalsambaume, San Salvador.
[Preuß phot.]

Fig. 153.
Geschälter Baum von Myroxylon Pereirae mit aufgelegtem Lappen in San Salvador.
[Preuß phot.]

Die Samen von Paullinia Cupana werden bei der Guaranabereitung vor dem Zertrümmern sechs Stunden geröstet.

Einige Harze und Balsame sind in der Pflanze als solche enthalten. Man braucht also nur das Organ zu verletzen und das austretende halbflüssige Sekret entweder in Gefäßen aufzusammeln (Copaivabalsam, Straßburger Terpentin) oder am Baume erhärten zu lassen (Mastix, Sandarac, Olibanum, [Fig. 147]), um die Droge zu erhalten (primärer Harzfluß). Das Gleiche gilt von Kautschuk und Guttapercha, die sich als Milchsäfte in der Pflanze finden und beim Anschneiden ausfließen. Doch wird wenigstens bei einigen Sorten des Kautschuk der ausgeflossene Saft durch Koaleszenzmittel koaguliert, erfährt also noch eine nachträgliche Verarbeitung (s. [S. 140]).

Zu den nach Anschneiden ([Fig. 125] u. [126]) ausfließenden und dann erhärtenden Milchsäften sind auch Opium, Lactucarium, die Gummiharze der persischen Umbelliferen (Asa foetida, Galbanum, Ammoniacum) und Euphorbium zu zählen, und im weiteren Sinne das Gutti.

Fig. 154.
Amerikanisches Terpentingewinnungsverfahren.
Die Wundfläche mit Harzbalsam bedeckt.