Fig. 126.
Opiumgewinnung in Persien (Ispahan und Jesd).
Der erforderliche Dünger für die Mohnfelder wird teils aus Abfällen, teils in «Taubentürmen» gewonnen (auf dem Bilde links), die entweder vom einzelnen Landeigentümer für den eignen Bedarf oder auf Gemeindekosten behufs gleichmäßiger Verteilung der Düngermassen an die Gemeindeglieder erbaut sind.
[Aus Meyers histor.-geogr. Kalender.]

Fig. 127.
Behandlung des Opiums vor der Ballenformung in Bengalen (Knetung).

Fig. 128.
Herstellen der Ballen oder Kugeln (balls oder cakes) in Bengalen.

Fig. 129.
Trockenraum der Kugeln in Bengalen.

Fig. 130.
Ballenmagazin in Bengalen.
[Aus Wiselius, De Opium, 1886.]

In vielen Fällen dürfte es sich um komplizierte Prozesse handeln, namentlich um hydrolytische Spaltungen und Oxydationen. Aber auch Synthesen und Abbau, Entstehung neuer und Vernichtung vorhandener Körper sind möglich. Sehr oft scheinen die Tannoide eine Rolle zu spielen, wie ja auch meine eigenen Beobachtungen (s. [oben S. 110]) und die Versuche von SCHULTE AM HOFE am Tee (Ber. d. pharm. Ges. 1901) lehren, die nach exakten Methoden wiederholt und auf andere Drogen ausgedehnt werden sollten.