Das zündete; zuerst stützte sich die Lene auf den Ellenbogen und schaute zweifelnd auf den schlenkernden Arm, dann fragte sie aushorchend-langsam:
„Ganz weg...?“
„Meiner Seel’! — ganz, ganz weg!“ erwiderte ehrlich die Kleine.
„Nur der eine Arm...?“ „Ja — mit was könnt er denn sonst essen?“ meinte verwundert die Hanne.
Der Rothkopf saß jetzt schon aufrecht, raufte ein paar lange Grashalme aus, zog sie durch die rothen Lippen und fragte dann bedächtig:
„Und die Füß’?“
„Die hat er auch alle zwei noch ganz.“
Langsam erhob sich die Lene, streckte und reckte den ganzen Körper, schüttelte und schob träg die Röcke zurecht, legte ihren runden Arm auf die schmalen Schultern der Jüngeren, gleichsam liebkosend, aber sie stützte sich im Gehen auf das schwache kleine Geschöpflein.
„Dableiben, Türkl! aufpassen, daß keine Wäsch’ gestohlen wird, beiß’, wenn Einer kommt.“
Das rief sie dem Pudel zu, der sich gehorsam vor ihr duckte. Sie lachte kindisch und drohte ihm noch mit der Faust zurück, als sie schon über die Straße der „blauen Gans“ zuschlenderte.