Rahbek hatte Bech auch auf dem Halse. Dieser pflegte das Motto von Voltaire vor seinen Arbeiten anzuwenden:

„Pour former une oeuvre parfaite
Il faut droit se donner au diable.“

Rahbek rieth ihm einmal, Voltaire's Vers durch folgende Zeile zu ergänzen:

„Et c'est ce que je n'ai pas fait.“

Das that er denn auch später immer zum Trotz und rächte sich an Rahbek, indem er dessen erste schwache Jugendarbeit, „der junge Darby,“ recensirte.

In dem Bech'schen Hause brachten meine Schwester und ich viel frohe Stunden zu. Mutter und Töchter waren lebensfrohe Menschen, und wir machten mit ihnen bisweilen Waldpartien. Es wunderte mich oft, daß Madame Bech so munter sei; ihre Betriebsamkeit, die Familie in Wohlstand zu versetzen, erstreckte sich nicht allein darauf, Putzsachen für Lebende zu machen, sondern sie schmückte auch die Todten! — doch das machte nicht mehr Eindruck auf sie, als wenn ein Chirurg sich mit der Anatomie beschäftigt.


Privattheater.

Wenn wir jungen Leute im Speisesaal auf dem Friedrichsberger Schloß zusammenkamen, so spielten wir gern Komödie und Winckler war auch dabei. Wir mochten ihn seiner witzigen Munterkeit wegen gern und er war auch gern dabei um zu scherzen und sich mit uns zu amüsiren; aber es war bei ihm doch keine ernste Lust, so wie bei mir und Eline Bech, ordentlich Komödie zu spielen.