Zu Häupten ihr, an Rosenzweigen,
Sich neigend auf ihr Todtenbild:
Darf sich das Tuch der Liebe zeigen,
Ihr Schlachtpanier und Ehrenschild.

Es zeugt von ihrem Heldenmuthe,
Der ihrem Kampfe Sieg verleiht;
Es ist geweiht von ihrem Blute,
Es ist von ihrem Tod' geweiht.


Zu ihren Füssen kniet der Arme:
Der alles Glück mit ihr verlor!
Sein Leben wohnt in seinem Harme;
Sein Reichthum ist — ein Trauerflor!


Wer wankt herbei an seinem Stabe,
Der Erde satt, dem Himmel reif? —
Der sie gerettet aus dem Grabe;
Das ist der alte Vater Greif!

Die Mutter weint auf ihrem Bette,
Von Schmerzen wund, zum Tode müd';
Sich sehnend nach der Schlummerstätte,
Zu der voran die Holde schied!

Und alles Volk, und alle stöhnen,
Die sie, die Liebende geliebt:
Bezeugen nun im Strom von Thränen,
Wie tief der Schlag ihr Herz betrübt.

Doch draussen weilt ein Trauerwagen;
Und horch, die Gräberstunde schlug!
Zur Kirche wird sie fortgetragen,
Bestrahlt von hellem Fackelzug. —

Choral, Gebet und Hymne wühlen,
Es wühlt der klagende Sermon:
In Seelentiefen und Gefühlen;
Und Alles wird nur Klageton.