»Ich bin nicht betrunken,« sagte er leise.

Die Frau sah ihn mißtrauisch an und schwieg.

»Also, wie Sie wollen, ich zieh' morgen aus, wenn Sie Unkosten davon haben sollten, so wenden Sie sich an meine Schwester, das wollte ich Ihnen noch sagen.«

Die Wirthsfrau wurde aufmerksam.

»Ach, die Frau Schwester will wohl etwas für Sie thun, Herr Doctor? Warum haben Sie mir denn nicht gesagt, daß Sie noch Verwandte haben?«

»Hier ist die Adresse meiner Schwester.«

Er reichte der Frau ein Blatt Papier und sank müde auf einen Stuhl.

»Ich kann's nicht lesen ohne Brille, aber sagen Sie mir doch, wo Ihre Schwester lebt – und was ist denn der Herr Schwager, wenn man fragen darf?«

Er achtete nicht auf die Fragen der Frau. Mit halbgeschlossenen Augen lehnte er sich hintenüber und sprach leise und eintönig vor sich hin.

»Der Vater stirbt, und die Kinder müssen den Kampf mit dem Leben aufnehmen. Beide haben die gleichen, dürftigen Mittel, womit sie durchkommen sollen. Der Mann hat einen Vorsprung, einen bedeutenden Vorsprung.