Horsfield in den Zoolog. Researches, London 1824 bemerkt über das Gesicht seines N. tenuis (= plicatus) unter „Character naturalis“: „Labrum laxum plicatum … verrucis pluribus rugosum, setisque obtusis obsitum[23].“ Und später: „The lips and lateral parts of the face are extremely rough, being covered with numerous minute warty points, which are individually terminated by a short stiff bristle[23].“ Vermuthlich sind hier die Spatelhaare nebst der muldenartigen Vertiefung der Haut an ihrem Grunde gemeint.
Ganz klar und zutreffend sind dagegen die Felder an den Füssen beschrieben (Horsfield, Zool. Research. 1824, Nyctinomus tenuis): „A series of delicate hairs, about one line in length, extends along the whole of the exterior side both of the thumb and of the little finger; a few hairs of a greater length are scattered through these and likewise stretch forward, and spread over the claw. These hairs rise nearly erect or vertically from the finger, and are not directed horizontally outward, as in Cheiromeles. The separate hairs are bent or hooked at the extremity; their colour is silvery gray. This regularly defined series of hooked hairs must not be confounded with the long lax hairs which are observed in all the fingers of the Nyctinomi, and which, according to M. Geoffroy, must also be placed among the generic characters.“
2. Nyctinomus sarasinorum A. B. M.
[Tafel XI], Fig. 2 u. 2 a, [Tafel X], Fig. 3, 4 u. 28
1 Exemplar von Central Celébes. Verhält sich dem vorhergehenden sehr ähnlich. Spatelhaare auf dem Felde zwischen Nasenlöchern und Mundrand sehr typisch, vielfach mit s-förmig gebogenem Schafte. Seitwärts auf den senkrechten Wülsten verschwinden die Haare in grösserer Entfernung vom Mundwinkel als bei plicatus. Oben und medianwärts von der Nase lange Spatelhaare (wie Fig. 14, 15, [Tafel X]), aber sparsamer als bei plicatus. Unterkiefer ohne Spatelhaare. — Die Felder an den Füssen etwas länger und schmäler als bei plicatus, dicht mit Haaren wenig ausgeprägter Form bestellt.
3. Nyctinomus bivittatus Hgl.
[Tafel XI], Fig. 3, [Tafel X], Fig. 7, 12, 12 a, 14, 15 u. 18
3 Exemplare von Keren, Bogos, NO Afrika (Stuttgart). Zwischen den Nasenlöchern eine kurze senkrechte Leiste; Oberlippe mit tiefen Falten. Unterhalb der Nasenlöcher und der medianen Leiste typische Spatelhaare nicht sehr dicht gestellt, gegen den Mund hin in scharfer gerader Linie abschneidend. Seitwärts unter Abnahme der typischen Form zu 3–5 auf den Kämmen der Falten. Oberhalb der Nase lange, wenig typische dicke Haare. Um von dieser Region eine Anschauung zu geben, ist der Kopf dieser Art von der Seite dargestellt. Auf dem Unterkiefer vereinzelt helle kurze, aber dicke, wenig typische Spatelhaare. Unter den Haaren der „ersten Gruppe“ fand ich am Kopfe dieser Art solche mit fadenförmigem Anhang an der Spitze (Fig. 12). — Form der Haare an den Füssen wenig ausgeprägt.
4. Nyctinomus brachypterus (Ptrs.)
[Tafel X], Fig. 13