1 Exemplar von Lagos, W Afrika (Stuttgart). Auf dem Felde zwischen Nase und Mund ziemlich weitläufig kurze Spatelhaare, deren Endplatte breit und ziemlich flach ist. Auf den Falten des seitlichen Theiles der Oberlippe ebensolche, nur noch kürzer, so dass die Endplatte fast unmittelbar über der Hautoberfläche steht. Die mittlere Parthie des Gesichts oberhalb der Nase ganz ohne Spatelhaare. Unter den am weitesten nach oben und medianwärts stehenden sind einzelne von wenig ausgeprägter Form, deren [[45]]Endplatte einen fadenförmigen Anhang trägt. — Unterkiefer frei. — Haare der Felder an den Füssen ziemlich dicht und mittlerer Form sich nähernd.

5. Nyctinomus pumilus (Crtschm.)

[Tafel X], Fig. 2 u. 2 a

2 Exemplare von Ägypten (Stuttgart), 1 von Massaua, O Afrika, 3 von Akusi, W Afrika (Stuttgart). Spatelhaare ähnlich wie bei plicatus zwischen Nase und Mund, auf den Falten der Oberlippe und median oberhalb der Nase, aber überall spärlich und vorwiegend nur mittlere Formen. Einzelne, z. Th. sehr kurze, Haare (siehe die Figur) auf der Spitze mit fadenförmigem Anhange. Die Haare auf dem Felde vorn an der Schnauze zeigen, namentlich an einigen Exemplaren, eine Sonderung in eine obere und untere Gruppe angedeutet, wie sie schärfer bei der folgenden Art besteht. — Am Unterkiefer wenig ausgeprägte Spatelhaare sehr spärlich jederseits nahe dem Mundwinkel. — Felder an den Füssen ziemlich dicht behaart, Haare am Ende meist nur wenig verbreitert.

6. Nyctinomus limbatus (Ptrs.)

[Tafel XI], Fig. 4, [Tafel X], Fig. 1 u. 8

Je 1 Exemplar von Quelimane, O Afrika (Stuttgart) und von Kama, W Afrika. Unterhalb der Nasenlöcher und der zwischen ihnen befindlichen medianen Leiste ziemlich typische Spatelhaare in zwei zwar nahen, aber doch deutlich unterscheidbaren Gruppen, die sich hauptsächlich in querer Richtung ausdehnen. Die Haare der oberen Gruppe sind kürzer als die der unteren und stehen in 2–3 Reihen, die der unteren nur in 1–2. Seitwärts auf den Falten der Oberlippe minder typische Formen. Sehr lange dicke wenig ausgeprägte Spatelhaare oberhalb der Nase bis gegen die Ohren hin. Unter letzteren Haaren auch solche mit fadenförmigem Anhang an der Endplatte (Fig. 1). — Am Unterkiefer wenig typische Haare ziemlich spärlich nach den Mundwinkeln hin. — Auf den Feldern der Füsse die Haare locker gestellt, am Ende nur wenig verbreitert.

Über diese Art bemerkt Peters (Reise n. Mossambique. Zool. I. Säugeth. 56, Berl. 1852): „Die Oberlippe ist dick, faltig, am Rande gekerbt und mit kurzen steifen Haaren besetzt“[24]. Dass hier die Spatelhaare gemeint sind, ergiebt ganz klar die Betrachtung der Fig. 1 a auf Tafel XIV (daselbst). Die Spatelhaare sind da vollkommen richtig in der Seitenansicht des Kopfes (ähnlich wie in unserer Fig. 3 auf [Tafel XI]) durch Punkte und Striche vom Zeichner angedeutet.

7. Nyctinomus angolensis Ptrs.

[Tafel XI], Fig. 5