[12] Bekanntlich sind zwei Schweine-Arten von Neu Guinea beschrieben: Sus papuensis Less. und Sus niger Finsch (ceramicus Gr.). Hr. Wahnes, der ebenfalls mehrere Jahre an der Astrolabebai lebte, hält es nicht für ausgemacht, dass es zwei verschiedene Arten seien. Er erzählte mir auch, dass wilde Eber selbst in die Dörfer kommen, um die läufigen zahmen Sauen zu decken, was stets grosse Aufregung unter den Eingeborenen hervorriefe, und dass daher vielfache Bastardirungen [[19]]zwischen domesticirten und wilden Schweinen entstehen (vgl. Jentink: Notes Leyden Mus. XIII, 102 1891 und Nehring: Rohdes Schweinezucht 4. Aufl. 1891, 12). Hr. Geisler dagegen meint, dass das braune und das schwarze Schwein im Wilden stets gesondert leben, und da das schwarze ungestreifte, das braune gestreifte Frischlinge hat, wie die Exemplare des Museums beweisen, so spricht dieses auch für die Artverschiedenheit. Hr. Geisler fand ein oder zwei Tage alte Frischlinge von Sus niger bereits einfarbig schwarz. Nehring (l. c.) giebt beides ebenfalls an. Maclay (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 35, 69 1875) sagt, dass die zahmen Schweine der Astrolabebai Abkömmlinge der wilden seien (was auch mit meinen Erfahrungen im Nordwesten der Insel übereinstimmt), aber dass sie in der Jugend gestreift seien und im Alter schwarz würden, was nach Obigem auf einem Irrthume beruhen muss, wenn es sich nicht um Bastarde gehandelt haben kann. [↑]

[13] Vgl. dazu Codrington: The Melanesians 1891, 57 mit Anm. und 328. [↑]

[14] In Grays Hand-List Edent … Mamm. 1873, 67 steht: Schneidezähne 4​4⁄6​–6, statt 2⅔–3. [↑]

[15] Turner (P. Z. S. 1848, 69 Anm.) wusste, dass der Babirusa mehr als 5 Molaren haben kann, dass aber das Normale 5 sei. [↑]

[16] P. 136–137, 159–160 und Pl. II Skelet fem., Schädel und Wirbel juv., Pl. V Schädel mas (in der Tafelerklärung p. 225 steht fem.), Pl. VI und VII Skelettheile, Pl. VIII Zähne mas (in der Tafelerklärung p. 229 steht fem.). [↑]

[17] Dieses Exemplar (s. oben) besitzt, wie ich von Prof. Milne-Edwards erfuhr, überzählige, noch nicht durchgebrochene, zu hinterst stehende vierte Molaren beiderseits oben und unten. Dass Blainville dieses gar nicht erwähnt, und dass es auch in den Abbildungen nicht zur Darstellung gelangte, ist mir nicht erklärlich. Wie schon Anm. 1 angegeben, stimmt die Tafelerklärung z. Th. nicht mit den Abbildungen. [↑]

[18] Heude (Mém. H. N. Chin. II, 2 p. 91 1892) meint, dass das Weibchen diesen Knochenkamm („aileron“) nicht besitze, allein unser Exemplar widerspricht dem. Es könnte jedoch möglicherweise auch Weibchen geben, denen er fehlt. Bei dem jungen Schädel mit Milchgebiss, den Gray (Cat. Carn … Mamm. 1869, 348 und List Edent … Mamm. 1873, 68 Pl. XXVII, 1) bespricht und abbildet, ist auch schon eine Andeutung des Kammes vorhanden. [↑]

[19] Abbildungen eines jungen Männchens und eines Jungen, das kurz vor der Ankunft in London geworfen worden war, findet man P. Z. S. 1860, 443 pl. LXXXIII und 1883, 463 pl. XLVII. [↑]

[20] Eine ungleichseitige Entwicklung der Hauer scheint auch sonst stattzufinden, denn Giebel (Säugeth. 1855, 231) bemerkt: „Zuweilen bleiben beide Eckzähne der einen Seite um mehr als die Hälfte der Grösse hinter der anderen Seite zurück.“ [↑]

[[Inhalt]]