| [Tafel I] | Macacus maurus F. Cuv. von Celebes. 1 fem. juv., 2 mas juv., 3 und 4 fem. juv., 5 mas ad. Circa ⅙ nat. Grösse. | Seite 2 und 3 |
| [Tafel II] | 1–2 Schädel von Macacus maurus F. Cuv. von Celebes, mas ad., norma facialis und lateralis. ¾ nat. Grösse. | Seite 3 |
| 3–4 Schädel von Cynopithecus niger (Desm.) von Nord Celebes, mas ad., norma facialis und lateralis. ¾ nat. Grösse. | Seite 5 | |
| [Tafel III] | 1–2 Schädel von Macacus maurus F. Cuv. von Celebes, mas ad., norma verticalis und basalis. ¾ nat. Grösse. | Seite 3 |
| 3–4 Schädel von Cynopithecus niger (Desm.) von Nord Celebes, mas ad., norma verticalis und basalis. ¾ nat. Grösse. | Seite 5 | |
| [Tafel IV] | Tarsius philippensis A. B. Meyer von den Philippinen. Nat. Grösse. | Seite 9 |
| [Tafel V] | Paradoxurus musschenbroeki Schl. von Nord Celebes, mas ad., fem. juv. ⅕–⅙ nat. Grösse. | Seite 10 |
| [Tafel VI] | 1 Skelet von Paradoxurus musschenbroeki Schl. von Nord Celebes, mas ad. ⅓ nat. Grösse. | Seite 11 |
| 2 Linke Vola desselben Exemplares. Nat. Grösse. a–e Nagel- oder Endballen α–δ Metacarpophalangealballen r Radialballen u Ulnarballen P Pisiformballen I–V 1.–5. Finger | Seite 11 | |
| 3 Linke Planta desselben Exemplares. Nat. Grösse. a–e Nagel- oder Endballen α–δ Metatarsophalangealballen t Tibialballen f Fibularballen I–V 1.–5. Zehe | Seite 11 | |
| [Tafel VII] | Bubalus mindorensis Heude von Mindoro, mas ad. (stehend), fem. ad. (liegend) und fem. juv. Circa 1⁄12 nat. Grösse. | Seite 14 |
| [Tafel VIII] | 1 Skelet von Bubalus mindorensis Heude von Mindoro, fem. ad. Circa ⅛ nat. Grösse. | Seite 14 |
| 2 Schädel derselben Art, fem. juv. ⅓ nat. Grösse. | Seite 14 | |
| [Tafel IX] | 1 Zwei aneinander gebundene, abnorm kreisförmig gewachsene untere Schweinehauer von Nordost Neu Guinea, Brustschmuck der Eingebornen. Der obere Zahn ist ein linker, der untere ein rechter. Nat. Grösse. | Seite 18[[VIII]] |
| 2 Abnorm. kreisförmig gewachsener Hauer im Unterkiefer von Babirusa alfurus Less., mas ad. Nat. Grösse. | Seite 20 | |
| 3 Vorderer Schädeltheil von Babirusa alfurus Less. von Nord Celebes, fem. ad. Nat. Grösse. | Seite 24 | |
| [Tafel X] | 1 Sciurus tonkeanus n. sp. von Nordost Celebes. Circa ¾ nat. Grösse. | Seite 25 |
| 2 Sciurus leucomus M. Schl. von Nord Celebes. Unter ⅓ nat. Grösse. | Seite 25 | |
| 3 Sciurus rosenbergi Jent. von den Sangi Inseln. Circa ⅓ nat. Grösse. | Seite 26 | |
| 4 Sciurus tingahi n. sp. von Tagulandang. Circa ⅗ nat. Grösse. | Seite 27 | |
| [Tafel XI] | 1 Sciurus mindanensis Steere von Mindanao. Circa ⅔ nat. Grösse. | Seite 28 |
| 2 Sciurus samarensis Steere von Samar. Circa ⅔ nat. Grösse. | Seite 29 | |
| [Tafel XII] | Phlœomys cumingi Wtrh. Circa ¼ nat. Grösse. 1 mas ad. von Nord Luzon 2 fem. ad. von,, Nord,, Luzon,, 3 mas ad. von,, Nord,, Luzon,, 4 mas ad. von Marinduque 5 fem. ad. von,, Marinduque,, 6 mas ad. von,, Marinduque,, 7 mas juv. von,, Marinduque,, | Seite 29 |
| [Tafel XIII] | 1 Skelet von Phlœomys cumingi Wtrh. fem. ad. von Nord Luzon. ⅔ nat. Grösse. | Seite 32 |
| 2 Penisknochen derselben Art. Nat. Grösse. | Seite 32 | |
| 3 Schädel von Crateromys schadenbergi (A. B. Meyer) von Nord Luzon, mas ad., norma lateralis. Nat. Grösse. | Seite 33 | |
| 4 Derselbe, norma verticalis. Nat. Grösse. | Seite 33 | |
| 5 Derselbe, norma basalis. Nat. Grösse. | Seite 33 | |
| 6 Unterkiefer von demselben, von oben. Nat. Grösse. | Seite 33 | |
| [Tafel XIV] | Crateromys schadenbergi (A. B. Meyer) von Nord Luzon. ⅓–¼ nat. Grösse. Fig. 2 und 3 mar. ad. | Seite 32 |
| [Tafel XV] | 1 Phalanger celebensis Gr. von Nord Celebes. Circa ⅓ nat. Grösse. | Seite 33 |
| 2–3 Phalanger sangirensis n. sp. von den Sangi Inseln. Circa ⅓ nat. Grösse. | Seite 34. |
- a–e Nagel- oder Endballen
- α–δ Metacarpophalangealballen
- r Radialballen
- u Ulnarballen
- P Pisiformballen
- I–V 1.–5. Finger
- a–e Nagel- oder Endballen
- α–δ Metatarsophalangealballen
- t Tibialballen
- f Fibularballen
- I–V 1.–5. Zehe
- 1 mas ad. von Nord Luzon
- 2 fem. ad. von,, Nord,, Luzon,,
- 3 mas ad. von,, Nord,, Luzon,,
- 4 mas ad. von Marinduque
- 5 fem. ad. von,, Marinduque,,
- 6 mas ad. von,, Marinduque,,
- 7 mas juv. von,, Marinduque,,
[[1]]
[[Inhalt]]
1. Macacus maurus F. Cuv.
[Tafel I], [II] Fig. 1–2 und [III] Fig. 1–2
Max Weber hat vor Kurzem (Zool. Ergebn. I, 103 1890) den interessanten Nachweis geführt, dass Macacus maurus F. Cuv. und Macacus ocreatus Ogilb. ausschliesslich auf Celebes[1] zu Haus und wahrscheinlich identisch sind. Er hat damit das Dunkel, in dem diese beiden Formen bisher standen, erhellt, und wenn er das Resultat seiner scharfsinnigen Darlegung auch nur eine „supposition“ nennt (p. 108), so glaube ich doch, dass es sich so verhält, wie er vermuthet. Wenn Weber M. maurus aber lediglich auf Süd Celebes und die Insel Buton beschränkt sein lässt[2], so ergeben zwei Exemplare, die das Museum kürzlich von Tonkean, auf der nördlichen Halbinsel, gegenüber dem Banggai Archipel[3], erhielt, dass die Art eine viel weitere Verbreitung hat. Bis dahin war sie allerdings nur aus dem Süden und von Buton bekannt geworden, und zwar nach Weber (p. 103) von Maros, Tanralili, Bantimurung, Parepare, Bonthain[4] und Katjang auf der Südwest Halbinsel, von Kandari auf der Südost Halbinsel, sowie von Buton, ferner nach Schlegel (Cat. VII, 118 1876) und Jentink (XI, 32 1892) von Makassar, womit jedenfalls die weitere Umgebung der Stadt gemeint ist, und von wo mir auch die Herren Sarasin schrieben, dass sie M. maurus reichlich bekämen. Ich selbst beobachtete diesen Affen am 16. Sept. 1871 in Mandalli, ungefähr in der Mitte zwischen Makassar und Parepare; die holländischen Beamten, mit denen ich zusammen war, wollten jedoch durchaus nicht zugeben, dass ich einen schösse. Im October erhielt ich welche in Makassar und reflectirte über die Unterschiede von Cynopithecus niger (Desm.) bezüglich Färbung und Physiognomie; am 29. Oct. erlegte ich am Wasserfalle von Bantimurung, östlich von Maros, ein grosses Weibchen, das Milch hatte, und dessen Unbehaartheit mir auffiel. Das auch geschossene Junge war im Dickichte nicht auffindbar. Der Affe kam hier in Schaaren vor. Ich notirte auch, dass die Gesässchwielen dunkel seien, gegenüber den rothen von C. niger in der Minahassa, was mit Webers Angabe (p. 104) nicht übereinstimmt, der sie als „rosy“ angiebt.
Wenn nun durch die Tonkean Exemplare das Vorkommen von M. maurus im Nordosten, so weit vom Süden der Insel entfernt, sicher gestellt ist, so wird damit ohne Weiteres wahrscheinlich, dass er auch das ganze dazwischen liegende Gebiet bevölkert. Durch zwei im Ethnographischen Museum befindliche Kopfbedeckungen mit Affenfell, die eine von „Ost Celebes“, die andere vom Poso See[5], kann ich jedoch erweisen, dass dem so ist; denn ein Vergleich der Haare mit denen von C. niger und M. maurus ergiebt, dass sie von M. maurus, und nicht von C. niger stammen. P. und F. Sarasin sagen von den Wäldern von [[2]]Central Celebes (Z. Erdk. Berlin XXX, 328 1895), dass Affen sich nicht blicken liessen, doch fanden sie bei den Toradjas Mützen mit schwarzem langhaarigen Affenfell überzogen (p. 339), jedenfalls solche, wie die eine der eben aus dem Ethnographischen Museum vom Poso See erwähnten. In Luhu hörte Weber (p. 103) Nichts von einem Affen, allein obige Thatsachen lassen es mir nicht zweifelhaft erscheinen, dass M. maurus ganz Celebes bis auf die langgestreckte nördliche Halbinsel bevölkert. Hier kennt man (Schlegel Cat. VII, 120 1870) von der Nordspitze der Minahassa bis Tomini (in der Nordwestecke des Golfes gleichen Namens) C. niger (resp. nigrescens), und wenn die beiden Affen, wie es scheint, nicht in derselben Gegend zugleich vorkommen, so bliebe nur die Strecke Tomini-Kajeli-Mandar unsicher hinsichtlich der Art, die sie beherbergt, oder, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass sich Kajeli-Mandar in dieser Beziehung Süd und Central Celebes anschliessen, nur die schmale Landzunge, die den Körper von Celebes mit dem nördlichen Arme verbindet. Dieses scheint aber für die Frage der geographischen Verbreitung der zwei Arten im Grossen und Ganzen nicht wesentlich, so erwünscht es auch ist, genaue Kenntniss davon zu haben. Von der Tonkean nahen Insel Peling erhielt das Museum M. maurus nicht, und da deren Fauna schon keinen echt celebischen Charakter mehr hat (s. Abh. Mus. Dresden 1896/7 Nr. 2), so ist das Nichtvorkommen daselbst auch nicht auffallend.