23. Phalanger sangirensis n. sp.
[Tafel XV] Figur 2 und 3 (c. ⅓ n. Gr.)
Phalanger Ph. celebensi (Gr.) similis, sed subaureo-flavescens et facie albescenti.
Hab. In insulis Sangi.
Long. corp. c. 40, caud. c. 25 cm.
Es liegen mir 5 Exemplare von den Sangi Inseln vor, und zwar 3 von Gross Sangi (2 aus meinen Sammlungen und ein kürzlich erhaltenes) und zwei von Siao (1893 erhalten). Sie unterscheiden sich leicht von den Celebes Exemplaren durch ihre goldigen Töne, sind farbiger und heller im Ganzen und haben auch mehr oder weniger ein helles Gesicht. Die Abbildung ergiebt die Unterschiede, bei deren zweifellosem Vorhandensein ich nicht zögere, die Sangi Form als insulare abzutrennen. Bemerkenswerth ist vielleicht, dass 2 Junge von Ph. celebensis eine gewisse Ähnlichkeit mit sangirensis in der Färbung zeigen (jedoch ohne helle Gesichtzeichnung). Kommt diese Annäherung stets vor[1], so könnte sie bedeuten, dass die Sangi Form die ältere ist, indem die celebische nur noch im Jugendkleide die Färbung der Stammform bewahrt hat. Figur 2 und 3 [Tafel XV] sind zwei Männchen von Gross Sangi in c. ⅓ n. Gr. (2085 und 2239, von mir mitgebracht). In der Grösse kommen sangirensis und celebensis einander gleich. Bei den mir vorliegenden 5 Exemplaren von Sangi ist ebensowenig eine Spur eines Rückenstreifens vorhanden. In der Färbung differiren sie mehr oder weniger untereinander, sie sind dunkler und heller; ein Exemplar von Siao nähert sich selbst celebensis, allein differirt doch genügend, um bei einem Gesammtvergleiche der 5 Sangi Exemplare einerseits mit den 7 von Celebes andrerseits keinen Zweifel über die Berechtigung von sangirensis aufkommen zu lassen.
[1] Weber (Zool. Erg. I, 114 1890) sagt von einem Jungen von Ph. celebensis von Goa in Süd Celebes, dass es ganz verschieden von der Mutter gefärbt sei, kastanienfarben und oben dunkel. Dies scheint sich also nicht Ph. sangirensis anzunähern. [↑]
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