[7] Reichenbach (l. c.) hat die Abbildung von P. Z. S. 1860 auf Tafel XXVIII Fig. 408 copirt. [↑]

[8] Diese fünf abkürzten Beschreibungen mögen in Bezug auf Details durch die Abbildungen ergänzt werden. [↑]

[9] Dr. Jentink schreibt auch, dass nur die Exemplare a, b, c (aus der Gefangenschaft) und j (Cat. XI, 32 1892) Arme und Beine nicht grau hätten, diese 4 aber sind noch nicht adult; a, b und j werden zwar als: „à peu près adulte“ bezeichnet, aber bei a (Länge vom Vertex zum Anus 330 mm, Hinterhand 120) sind die 3. Molaren erst eben zu sehen, bei b (375 und 140) im Unterkiefer eben im Durchbruche, bei j (420 und 140) sitzt der Schädel noch im Balge, die Längenmaasse beweisen jedoch die Jugend des Thieres zur Genüge. Ex. c ist als „passablement jeune“ bezeichnet (410 und 140). 3. Molar noch nicht zu sehen. Alte Individuen mit dunklen Beinen sind dies also keineswegs. Auch die weiblichen Albinos, die Weber (Zool. Erg. i, 104 1890) von Maros und Parepare beschreibt, und die er „full grown“ nennt, dürften nicht adult gewesen sein, denn das eine misst vom Vertex zum Anus nur 435, gegen 490 bei dem Dresdner Tonkean Männchen. [↑]

[[Inhalt]]

2. und 3. Macacus cynomolgus L. und philippinensis Js. Geoffr.

Das Vorkommen von Macacus cynomolgus auf Celebes ist noch nicht ganz sichergestellt. Temminck (Coup d’oeil III, 112 1849) sagt, dass er dort eine leichte Färbungsdifferenz aufzuweisen scheine. Worauf er sich dabei stützt, ist nicht angegeben, im Leidener Museum sind keine Exemplare von Celebes (Schlegel Cat. VII, 102 1876, Jentink XI, 27 1892). Im Norden kennt man die Art nicht, Dr. Riedel, der so lange da lebte, hat nie davon gehört. Rosenberg (Mal. Arch. 1878, 266) giebt an, dass sie im Süden gemein sei. Das kann man jedoch keinenfalls behaupten. Die Herren Sarasin theilten mir mit, dass dieser Affe ihnen in Freiheit auf Celebes nicht begegnet sei. Weber (Zool. Erg. I, 102 1890) sah in Parepare an der Südwestküste ein Exemplar in Gefangenschaft, was nicht beweisend ist, und seine Jäger beobachteten eines bei Loka auf dem Pik von Bonthain, was Bestätigung verlangt. Sonst finde ich keine Angaben; es bedarf daher der sicheren Constatirung des Wildlebens der Art auf Celebes, und, wenn dies der Fall sein sollte, der Untersuchung, wie sie sich zu dem typischen cynomolgus verhält.


Der Makak der Philippinen ist ebensowenig genügend bekannt, wenn auch weit bekannter als der von Celebes. Js. Geoffroy basirte 1843 (Arch. Mus. Paris II, 568 pl. 5 = XXXIII, s. auch Cat. syst. 1851, 29) seinen M. philippinensis auf einen von Manila lebend erhaltenen Albino. Slark fand in Paris ein Exemplar „von den Philippinen“, das er als M. fur beschrieb (P. Ac. Philad. 1867, 36 pl. I uncol.), J. Verreaux hatte ihm mitgetheilt, dass dieser Affe nur auf Luzon vorkäme, was nicht richtig ist. In Luzon erhielt ich ihn 1872 auch (Mus. Berlin). Günther (P. Z. S. 1876, 735) führt M. philippinensis aus der Steereschen Sammlung vom Berge Mahayhay in Luzon und (1879, 74) aus der Everettschen von Nord Mindanao auf. Ich erhielt ihn 1872 auf dem diesem nahen Süd Negros (Mus. Dr. und Berlin) und auf Panay (Mus. Berlin[1]). Das Dresdner Museum besitzt ihn ausserdem von Cebu. Dr. Platen sammelte ihn 1887 auf Palawan (Mus. Leiden und Braunschweig[2]); Steere (List 1890, 28) erwähnt ihn von Basilan, Samar und Leyte. (Auf die kritiklose Compilation Eleras: Cat. sist. I, 2 1895 kann man in diesem Fall unmöglich Rücksicht nehmen.) Thatsächlich also ist ein Makak über die ganzen Philippinen verbreitet, jedoch noch nicht so genügend bekannt, dass man, ohne Serien von Exemplaren von vielen dieser Inseln [[5]]in der Hand, über ihn urtheilen könnte. Erst solche werden ergeben, ob, oder wie sich die Localformen dieses weit verbreiteten Affen auf den Philippinen gegen einander abgrenzen.


[1] Auch im Britischen Museum sind Exemplare aus meinen Sammlungen vorhanden. [↑]