Gewiss wird es noch lange dauern bis eine erschöpfende Kenntniss der Macacus-Formen von Celébes vorhanden ist, wenn auch seit Webers Untersuchungen (Zool. Erg. I, 103 1890) Licht auf die bis dahin herrschende Dunkelheit fiel.

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2. Cynopithecus niger (Desm.)

In Bezug auf die Verbreitung von C. niger über Batjan (l. c. p. 7) möchte ich noch bemerken, dass der Umstand seines Nichtvorkommens auf dem ganz nahen Halmahéra, ein genügender Beweis dafür sein dürfte, dass er nach Batjan vom Menschen gebracht worden ist. Wenn P. L. Sclater (Geogr. Mam. 1899, 228) es noch ganz neuerdings für „möglich“ hält, dass die Art ebenso nach den Philippinen gekommen sei, so kann ich dem gegenüber nur wiederholt betonen (s. auch Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 8), dass sie sicher dort nicht zu Hause ist.

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3. Cynopithecus niger nigrescens (Temm.)

Ex. a ist ausgesprochen nigrescens (im Gegensatze zu niger) durch die braune Färbung, besonders an den hinteren Extremitäten, sowie durch die ungetheilten Gesässchwielen.

Ex. b–d. Hier erschliesse ich die Bestimmung nigrescens nur aus dem Fundorte. Temminck (Coup-d’oeil III, 111 1849, s. auch Schlegel Cat. MPB. VII, 121 1876) hatte nigrescens von Gorontalo, Tulabello und Tomini von niger aus der Minahassa abgetrennt; die Fundorte dieser 3 Exemplare sind alle westlich von Bolang Mongondo. Als ich kürzlich glaubte (Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 7) auf die braunschwarze Färbung (nach Temminck) besonders auf den Schultern und dem Rücken, kein Gewicht legen zu müssen, weil Exemplare der Minahassa dies auch mehr oder weniger zeigen, hatte ich noch kein Fell vor Augen; Ex. a aber überzeugt mich, dass die braune Färbung, besonders an den hinteren Extremitäten, so ausgesprochen ist, dass sie gar nicht übersehen werden kann, und ich muss es ausschliessen, dass damit ein individueller Charakter vorliegt, ebensowenig wie in den ungetheilten Gesässchwielen; hier handelt es sich gewiss um Charaktere, die an die Localität gebunden sind, was weitere Exemplare zu bestätigen hätten. Ob die anderen von Temminck angegebenen Unterschiede von niger: „face plus comprimée et queue fort peu apparente“ stichhalten, kann ich vorläufig nicht entscheiden. Ich muss meine Beobachtung an lebenden Boliohuto Exemplaren im Walde, dass sie von unten gräulich waren (l. c. p. 6), nun auch so deuten, dass diese Farbenwirkung von ihrem bräunlichen Fell herrührte, um so mehr als gerade die Unterseite der hinteren Extremitäten von Exemplar a heller braun ist.