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Microchiroptera
Rhinolophidae
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14. Rhinolophus minor Horsf.
- a–c. mares, in Spiritus, Kema, Minahassa, Nord Celébes, X 93 (41.5 — 41.5 — 40 mm).
- d. fem., in Spiritus, Kema, X 93 (42 mm).
Diese Art ist von Celébes noch nicht registrirt worden, Dr. Riedel aber hatte sie schon im Jahr 1875 von Gorontalo nach Dresden gesandt, und neuerdings kam sie auch von Talaut hierher (ein Exemplar aus der Höhle von S. Mateo bei Manila ist vielleicht ein wenig abweichend in der Form des Nasenbesatzes; minor ist sonst von den Philippinen noch nicht aufgeführt). Dagegen ist die sehr nahe stehende, grössere Rh. affinis Horsf. von Jentink bereits von Tondano, Nord Celébes, genannt worden (NLM. XI, 30 1888 und Cat. MPB. XII, 162 1888), allerdings nur ein junges Weibchen. Nach Dobson (Cat. 1878, 112 und 115) gehen beide Arten von Vorderindien bis Bórneo. Bei diesem Parallelismus könnten beide auch auf Celébes vorkommen, allein da Jentink nur ein junges Weibchen vorlag, so ist weiteres Material abzuwarten. Peters gab 1872 (MB. Ak. Berl. 306) nur an, dass minor „ganz ähnlich affinis sei, aber kleiner“ (den Fundort Timor bei minor glaubte er mit ? bezeichnen zu müssen, Jentink Cat. MPB. XII, 162 1888 aber führte ihn wieder von daher auf). Es ist auch schwer, abgesehen von der Grösse, durchgreifende Unterschiede aufzufinden, da minor nach Dobson (Cat. 1878, 115) in Bezug auf die Sella, die Interfemoralmembran und 2 pm inf. variirt. Die Grössenunterschiede sind nach Dobson relativ ansehnlich, allein seine Maasse treffen nach den Dresdner Exemplaren nicht überall zu. Das Verhältniss dieser zwei Formen zu einander erfordert vielleicht eine gründliche Untersuchung an reichem Materiale, wie es aber die Museen noch nicht von überall her besitzen.
Die Färbung von minor ist nach Dobson (l. c. 114) hellbraun oben, graubraun unten. Das erwähnte Exemplar von Gorontalo ist aber „tawny“ (Ridgw. V 1) oben und „russet“ (III 16) unten, beide Nüancen sogar noch lebhafter, allein da affinis in der Farbe variabel ist („greyish brown, reddish brown, golden orange brown“ Dobson l. c. 112), so wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch minor in der Farbe variiren.
Sonst ist von Celébes noch Rh. megaphyllus Gr. aufgeführt worden, und zwar von Manado (Dobson l. c. 112) und Amurang, Minahassa, letzteres in 3 Exemplaren (Jentink NLM. V, 174 1883; Cat. MPB. XII, 161 1888 1 Ex.), von wo auch das Dresdner Museum 2 Exemplare hat, die von Peters als Rh. euryotis Temm. bestimmt worden sind; ich halte sie aber, so weit Sicherheit bei ausgestopften Exemplaren möglich ist, eher für megaphyllus. Diese Art ist affinis (und daher auch minor) nahe verwandt, Dobson (Cat. 1878, 111) sieht sie als australische Repräsentantin von affinis an, und führt eine var. α von Batjan und eine var. β von Nord Celébes und Goram auf. Eine genauere Kenntniss der Form von Celébes und den Molukken liegt noch nicht vor. Rh. euryotis steht den genannten Arten ebenfalls sehr nahe und ist bis jetzt von Ambon, Ceram, Aru und Kei bekannt. Eine Revision der ganzen Gruppe ist erwünscht, allein die Materialien der Museen genügen auch dazu schwerlich.
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