VIII.
Briefe über Logik.

Die »Briefe über Logik« – »Speziell demokratisch-proletarische Logik«, Teil I 1883 bis 1884, Teil II 1884 – sind ein ganz besonders eigenartiges Erzeugnis, kein Lehrgebäude der Logik im Routinestil, sondern eine, zum Teil (namentlich in den ersten Briefen) mit etwas persönlichem Einschlag versehene, Denklehre, die sich an des Autors im »Wesen der menschlichen Kopfarbeit« niedergelegte Erkenntnistheorie anschließt und sie ergänzt, wie bei Dietzgen jede spätere Schrift die früheren in etwas erweitert.

Dietzgens Logik hat demnach ganz und gar einen erkenntnistheoretischen Charakter. Und, richtig eingeschätzt, ist der erste, aus 24 Stücken bestehende Teil, der in diesem achten Abschnitt behandelt wird, eine philosophische Epopöe des Universalzusammenhangs, ein Heldenplädoyer des wahren Monismus, das der modernen Weltanschauung eine festere Grundlage schafft als irgendein anderes der zahlreichen, sonst trefflichen Bücher aus diesem Gebiete, obwohl Dietzgens Briefe nicht eigentlich nach einem systematischen Plan angelegt sind.

Dietzgens Vorzug vor allen anderen philosophischen und vor den naturwissenschaftlichen Lehrern des Monismus besteht in seiner eindringlichen Darlegung des organischen Zusammenhangs des Geistes, des Intellekts, mit dem All, dem Gesamtdasein.

Aus diesem Grunde betrachte ich den ersten Teil seiner »Logischen Briefe« als die nächst dem »Wesen der menschlichen Kopfarbeit« wichtigste seiner Schriften.

Diese Serie von 24 und 18 Artikeln sollte zwar in erster Linie der Unterweisung des »auf die Hochschule des Lebens« nach Amerika gesandten Sohnes dienen, war aber gleichwohl auch für gelegentlichen Druck verfaßt.

Die Definition, Zweck- und Grenzbestimmung der Logik sind bei den Philosophen verschieden; Dietzgens Logik hat, hiervon abgesehen, einen sehr bestimmt ausgeprägten Sondercharakter als »speziell demokratisch-proletarische Logik«.

Was mit dieser Bezeichnung gesagt sein soll, erläutert Dietzgen im ersten Brief: