»Zwölf — Dreizehn — Vierzehn — Fünfzehn — —«

»Gewehr in die rechte Hand!«

»Vierundzwanzig — Fünfund — — —«

»Compagnie — Vorwärts — — Marsch!«

»Links — links — links — Augen links!«

Die Gardisten wenden das Angesicht nach links, dem salutirenden Commandanten zu, an dem sie jetzt in passabler Richtung vorbeimarschiren.

»Ueber’s Gewehr! — Los — rechts um — links schwenkt — sooo — sehn Se meine Herren, so muß es immer gehen! — Ham Se gesehen, Leitnant Krause, wie dem Herrn Commandant unsere Compagnie gefiel? Na — wir trinken nachher noch ein Fäßchen kameradschaftlich auf meine Kosten! Setzt die Gewehre — — zusammen! Tretet ab!«

»Weißt Du, Paul«, sagt die junge niedliche Frau des Apothekers Krause, indem sie zärtlich den mit der weißen Binde geschmückten Arm des ihr erst vor Kurzem angetrauten Gatten faßt — »Du siehst in Deiner Lieutenantsuniform wie ein junger Kriegsgott aus.«

Der geschmeichelte Lieutenant lächelt beglückt und nimmt sich zum Dank für diese Lobrede ernstlich vor, seinem kleinen Weibchen die Mantille, die ihr bei Steckner so gut gefallen hat, gleich morgen zu kaufen, sie muß seiner Lili reizend stehen.

Im Hauptzelt aber, mitten unter den Bürgergardisten, sitzt der Commandant und eine Anzahl Officiere, ebenfalls meist mit den Ihrigen, und hier kommt auch Gott Bacchus zu hohen Ehren, bis der Abend herannaht und die Truppe wieder zum Gewehr eilt, um in die Stadt zurückzumarschiren und am Stellplatz auseinanderzugehen. Vater gab dann wohl seinem Aeltesten oder dem eigens dazu beorderten Lehrbuben die feuerspeiende Waffe zum Heimtragen und ließ dabei Mutter sagen, daß er noch wegen verschiedener dienstlicher Besprechung ins Versammlungslokal der Compagnie müßte und deshalb leider noch nicht nach Hause kommen könnte. Mutter wußte aber ganz genau, was dies zu sagen hatte, drückt aber für heute ein Auge zu. — — —