»Ja — ja — mer erzählt Verschiednes!«
»Na — Heernse — da kennt’ch se e Licht uffstecken — e ganzen Roman sag ich Sie!«
»I — da erzähln se doch, Frau Melzern — ich bin, weeß Kneppchen, nich neigierig, aber — — —«
»Ja, Frau Melzern, erzähln se’s nur, ich habe ooch schon lange so was munkeln hören — —«
»I nu!« sagt Frau Melzer geheimnißvoll, indem sie den Marktkorb, gleich den andern beiden Frauen, auf die Erde stellt — — »wissen Se — eegentlich is es e Geheimniß — un blos de Bolizei wees es — aber ooch nur ganz heemlich un blos de Höchsten dervon — aber mei Neffe der is Schreiber beim Gericht — und — die wissen Alles!«
»Gott, ’s leeft mer ordentlich kalt übern Rücken!« sagte die Müllern, das leichte Umschlagetuch trotz der Hitze um sich ziehend.
»Nu, daß es nich richt’g mit ihr is, wissen Se.«
»Natürlich — Se meenen hier oben — —«
»Na ja« — fährt Frau Melzer ungeduldig über die Unterbrechungen fort, denn jeder Nerv in ihr drängt sie, den Quatsch, den sie selbst erst heute von einer andern Freundin gehört hatte, möglichst vergrößert wieder los zu werden, »freilich — im Koppe is es nich richtig mit ihr, aber — wissen Se, wovon das kommt?«