Welche Frage! — Die drei Köpfe der Frauen fahren eng zusammen.
»Von ihrem Vater kriegt se’s — von ihrem heemlichen Vater — un das is — — —«
Athemlose Spannung der beiden andern Frauen, höchster Triumph der Melzern.
»Das is — — — ä reicher bohlscher (polnischer) Graf!!«
»Ae — — bohlscher — — — Graf!«
»Heern Se, nu thun Se mer aber de Liebe an, un vertreten Se nich länger ’s Trottoir!« sagt hinzukommend, mit gemüthlicher Amtsmiene der Polizeidiener, »ich muß Se sonst weeß der hohle uffschreiben!«
»Herr Jeses — Se ham Recht — mei Mittagessen!« besinnt sich Frau Melzer, nimmt schnell ihren Korb und — nach einem letzten Blick auf die Freundinnen eilt sie hastig davon.
Dies führt aber auch die beiden anderen Frauen zu ihrer Pflicht zurück.
»Mei Mann — er wird so immer gleich ungeduldig, wenn er mal den Kleenen warten muß — na — Adje!« sagt die Lehmann und — weg ist sie.
»Na — ich will nur ooch machen, daß ich zu Hause komme, die hochnäsige Krausen, die immer Alles zuerst wissen will in ganz Leipzig, wird sich scheene wundern, wenn ich ’r Alles erzähle — — ä bohlscher Graf — — — ä richtger bohlscher Graf?«