Als der König ihm seine Ansichten über die Ereignisse des Tages mit einer für ihn sehr ungewöhnlichen Gesprächigkeit auseinandergesetzt hatte und eine Pause machte, in der Erwartung, nun Blüchers Meinung zu hören zu bekommen, da schwieg Blücher steifnackig weiter.

Der König konnte dann nicht umhin, ein wenig die Majestät herauszukehren. Er hielt sein Pferd an, was eine Stockung in der Vorwärtsbewegung des ganzen Gefolges [pg 159]bewirkte, blickte auf Blücher, dessen Pferd auch gehorsamst und alleruntertänigst stehenblieb und sagte ein wenig ungeduldig:

„Nun? – Endlich Meinung hören lassen!“

„Zu Befehl, Majestät, meine Meinung ist die, wir reiten in verkehrter Richtung!“

„Was heißt das?“

„Wir kehren dem Feind den Rücken –, das ist immer verkehrt! Die Richtung vorwärts ist mir lieber!“

„Uns auch! Wenn aber unsere Leute zurückgehen!“

„Hasenfüße gibt’s in jeder Armee. Es sind aber genug tapfere Männer dabei gewesen!“

„Wir waren überflügelt!“

„Die Überflügelung hätte ich abgestoßen, so Eure Majestät mich hätte gewähren lassen!“