Der Hauptmann von Müffling stand auf, bereit, Blücher gleich zu folgen. Scharnhorst aber erhob energisch Einspruch.
An allen Toren würde heute gleichmäßig geschossen, das hätte nichts zu sagen! Wichtiger wäre jetzt die Befehlsausgabe! Blücher würde unbedingt im Hauptquartier benötigt!
Da kam das Schießen immer näher; man ritt im Galopp draußen auf der Straße. Französische Kommandorufe wurden laut.
Blücher blickte hinaus –
„Französische Dragoner mitten in der Stadt! Ich werde mich wohl hier wie in einem Sack fangen lassen! Der Teufel auch!“
Er lief die Treppe hinunter, von Müffling und seinem Sohn gefolgt.
Auf dem Hof standen die Pferde bereit. In den Sattel gesprungen, die Plempe gezogen, dem Pferde die Sporen gegeben, durchs Haustor hinaus, und dann los, wie toll um sich hauend, so kam der Alte auf den Markt hinaus, wo die Reserve stand.
Yorck, der ein paar Häuser weiter wohnte, kam auch heraus, steckte seine Jäger in die Häuser und auf die Böden, von wo aus sie die Straßen bestreichen konnten. Die anderen Truppen, von Blücher angefeuert, gingen in der Breiten Straße vor. Wiederholt trieb man die Franzosen zurück.
Da gelang es diesen, Artillerie auf dem Koberg in Stellung zu bringen. Von dort aus konnten sie in die Königsstraße und in die Breite Straße hineinschießen.
Ihre Kugeln schlugen weite Gassen in die Reihen der Verteidiger. Als einer der ersten sank, schwer getroffen, Yorck um.