Er ließ sich von einem Lakaien einen brennenden Armleuchter geben und sah nach der Uhr auf dem Kamin; als der Zeiger auf Punkt halb sieben stand, ging er auf die Tür des Schlafgemachs zu, öffnete sie behutsam und trat leise hinein.

Roustan beeilte sich, die Tür hinter ihm zu schließen, und stellte sich davor.

Napoleon war schon wach. Er lag behaglich ausgestreckt in seinem breiten Bett, von mächtigen Plumeaus zugedeckt, den Kopf mit einem roten, weiß und blau punktierten Seidentuch umbunden, das über der Stirn zusammengeknotet war.

Constant stellte den Armleuchter auf den Kaminsims, trat an das Bett heran und grüßte.

Gegen seine Gewohnheit antwortete Napoleon nicht, hatte auch kein Scherzwort wie sonst bereit, dankte nur mit einem Blick und starrte wieder auf die Decke.

Constant ließ einen Lakaien herein, der schnell im Kamin einheizte, öffnete die Fenster, nachdem er sich erst vergewissert hatte, daß der Kaiser gut zugedeckt war, und schloß sie wieder, als der Ofenheizer fortging.

Er trat wieder an das Bett heran, bereit, Befehle zu empfangen. Als Napoleon ihn gar nicht beachtete, wagte er eine Frage, ob Majestät seinen Tee befehlen.

Eine abweisende Handbewegung war die Antwort.

Ob Seine Majestät heute lieber einen Aufguß von Orangenblüten zu nehmen geruhten?

Die gleiche Antwort.