Das Publikum hatte den Knall als Zeichen zum Beginn des Spektakulums aufgefaßt und war enttäuscht, weil nichts daraus wurde.
Denn noch hatte die Uhr nicht eins geschlagen. Und pünktlich um eins sollte die weltbewegende Begegnung stattfinden.
Die Zeitchronisten haben es unterlassen, die hochwichtige Feststellung zu machen, ob die Uhr die Ehre hatte, nach französischer oder russischer Zeit die bedeutsame Stunde zu schlagen.
Die russische Uhr geht bekanntlich vor.
Aber Rußland war besiegt und konnte also gereimterweise keinen Anspruch auf den Vortritt erheben. Und der Franzmann ist galant, wenn er nur als Sieger einherschreiten darf, und demütigt seinen Besiegten nur, wenn er von ihm keine Vorteile erhoffen kann.
Anzunehmen ist wohl, daß die Arrangeure des Schauspiels sich auf preußische Zeit geeinigt hatten, da man ja Preußen erobert und es auch sonst in jeder Hinsicht in der Tasche hatte.
Preußen gab den Boden für die Veranstaltung her, die Bohlen und Bretter, Stoffe und Teppiche und das ganze gemeine, schaulustige Volk. Es würde überhaupt die Zeche zu zahlen haben. Warum sollte es denn nicht auch die Zeit angeben!
Im übrigen war Preußen nicht zum Friedensfest geladen.
Der König von Preußen war wohl bei der Kunde vom Waffenstillstand schnell nach dem kleinen Jagdschloß Szawl geeilt, wo der Zar sein Hauptquartier hatte, und folgte dem Zaren von dort nach dem Dorfe Picktupöhnen, Tilsit gegenüber, wo sie beide Wohnung nahmen.
Er war mit Recht besorgt. Denn weder war er gefragt worden, noch hatte man ihn in die Konvention über den Waffenstillstand mit aufgenommen.