„Wenn Sie nur den Kampf gegen England wollen, Sire,“ sagte er entschieden, „dann werden wir uns leicht verständigen! Denn wenn je einer, habe ich mich über England schwer zu beklagen!“

Und ohne eine Antwort abzuwarten, machte er gleich seinem Herzen Luft.

England hatte ihn in den Krieg gelockt! England hatte, wie immer, seine Versprechungen nicht gehalten, seine Subsidien schlecht oder gar nicht bezahlt und Truppen nur zum Schein geschickt, viel später und in viel geringerer Zahl, als ausgemacht worden war! Rußland hatte eben nur den Angriff Frankreichs auf England ablenken, selbst aber nichts dafür haben sollen! Dafür zu bluten, wäre aber der russische Soldat viel zu gut!

Dem pflichtete Napoleon ohne weiteres bei.

Er hätte, sagte er, bei Austerlitz, bei Eylau und bei Friedland den russischen Soldaten als einen nicht zu verachtenden, ja als einen ebenbürtigen Gegner des französischen kennengelernt. Rußland und Frankreich, von Natur aus zu Freunden bestimmt, hätten wie zwei blinde Riesen aufeinander eingeschlagen. Warum? Sie wußten es selbst nicht! Einen Vorteil brächte der Kampf weder dem einen noch dem anderen. Vereint dagegen wären sie unwiderstehlich und würden die Welt beherrschen!

Alexander schwieg.

Er sagte kein Wort von seinem unglücklichen Bundesgenossen, der drüben am anderen Ufer unter den russischem Generälen wartete. Er blickte nur Napoleon an und lächelte.

Napoleon verstand den Blick und erwiderte das Lächeln.

Und dann fingen sie an, die Erde zu teilen.

Erst erledigten sie den üblichen Betrug an den gegenseitigen Bundesgenossen.