„Da steht schon etwas drauf!“ sagte Blücher, der alles bereits vergessen hatte. „Lese Er’s mir vor, die Augen schmerzen mir!“

Müffling las.

„Mein lieber, alter Freund!

So etwas tun wir beide einander doch nicht an. Was würde die Geschichte dann von uns sagen?

Ihr alter Blücher.“

„Betrifft den Champagnerwagen Eurer Exzellenz“, fügte Müffling dann aufklärend hinzu.

Blücher blickte ihn an.

„Ob’s Yorck betrifft, ob die Witwe Cliquot, steht jedenfalls nicht drin. Das taugt denn gleich gut für alle beide. Was soll ich mich da noch abquälen! Schicken wir das ab! Das genügt!“

So dachte auch Yorck, als der mit dem Briefe nachgesandte Kurier ihn noch am selben Tage erreichte. Denn ihn reute schon der übereilte Schritt. Er griff begierig nach der dargebotenen Hand, benutzte die ihm gebaute goldene Brücke, kehrte zu seinem Korps zurück, und alles war in bester Ordnung. Bis auf Napoleon, der aus der Umklammerung entschlüpft war, und hinter dem nun das Kesseltreiben weiterging. Blücher aber fiel in tiefen Schlaf und war von Stund ab fieberfrei. Er blieb zwar noch körperlich schwach, aber gewann sonst schnell die alte Energie wieder und trieb mit dem prachtvollen Feuer seines Geistes alles vorwärts aufs Ziel. Sogar seinen alten Körper bezwang er!

Der konnte zwar nicht in den Sattel hinauf, der mußte sich im Wagen mitschleppen lassen. Halb saß Blücher, halb lag er da, in Pelze eingewickelt, die Augen durch den grünen Damenhut geschützt.