„Hoffentlich!“ lachte der Prinz. „In mir werden Frau Generalin jedenfalls dabei einen stets kampfbereiten Bundesgenossen haben.“
„Sieh nur, sieh nur! Der Bund wäre denn wohl bereits geschlossen?“ fragte ihr Mann.
„Ja, sieh dich nur vor!“ drohte sie. „Alle Tage schneien einem die Märchenprinzen nicht ins Haus!“
„Nun – ich nehme immer den Kampf auf!“ lachte Blücher. „Fahre du auf, was du in Küche und Keller an [pg 71]Munition hast – ein paar Batterien vom besten Rheinwein lassen wir spielen –, wollen sehen, Königliche Hoheit, wer von uns zuerst ins Gras beißt!“
„Topp!“ sagte der Prinz.
Er küßte leicht ihre Hand und empfing als Gegengabe einen dankbaren Blick.
Blücher lächelte. Aber ein schlauer, hinterlistiger Zug zuckte irgendwo hinter dem Schnauzbart, und seine Augen leuchteten hart auf wie beim Jäger, wenn er das Wild gestellt hat und das Gewehr anlegt.
„Hoheit haben sich wohl bei der Rheinfahrt auch die Entschädigungen angesehen, die wir diesseits des Flusses für Preußen herausholen werden, für das, was uns der faule Friede drüben geraubt hat?“ fragte Blücher dann im Weitergehen.
„Das war mit ein Hauptziel meiner Reise“, antwortete der Prinz. „Und nur um das zu verdecken, mache ich noch einen Abstecher ins Holländische hinein. Ich spiele ja am Hofe die Rolle des ungebetenen Mahners, den man nicht gern in der Nähe wissen möchte, wo große Entschlüsse zu fassen sind! Man hat mich gern ziehen sehen! Ich komme aber wieder. Und nachher sitze ich den königlichen Kabinettsräten, wie immer, feste im Nacken! Und mein Vetter, der König, wird auch keine Ruhe vor mir haben! Es steht aber auch viel auf dem Spiel – es gilt, rasch zuzugreifen!“
„Das meine ich auch! Das Bistum Münster ist wohl das wenigste, was wir verlangen können, und dann –“