„Hoffentlich nicht!“ antwortete ihr Mann. „Von mir würde in dem Sinne nicht die Rede sein können. Denn [pg 82]ich ziehe es für gewöhnlich vor, vorzubeugen – ohne mit meiner Geschicklichkeit darin zu prahlen. Ich habe nur den Ehrgeiz, in der Sache selbst obzusiegen und lade nicht ein, darüber zu lachen oder zu schwatzen.“

„Sie sind eben sehr rücksichtsvoll, lieber Blücher“, sagte der Prinz und sprang von seinem Platz zu ihren Füßen auf. „Mir scheint aber, mein Wagen fährt jetzt vor. Es wird Zeit, an den Aufbruch zu denken!“

Die beiden Gatten erhoben sich. Die Tür öffnete sich für den Adjutanten des Prinzen, der sich zur Stelle meldete. Der Prinz küßte galant die Hand der Frau Generalin, nahm Säbel und Mütze von seinem Adjutanten entgegen und wandte sich seinem Gastgeber zu.

„Fahren Sie ein Stück mit, General, so plaudern wir noch ein wenig und stechen bei mir eine Flasche aus?“

„Vielen Dank, Hoheit. Der Dienst ruft. Ich muß noch heute abend die Posten inspizieren!“

„Nun denn, auf Wiedersehen!“

Noch ein Gruß der gnädigen Frau, und er ging, von Blücher bis an den Wagen geleitet.

„Ich bringe Ihrer Frau noch eine Rose für das unterbrochene Gedicht!“ sagte er, indem er sich in den Wagen setzte. „Das wird meine Rache Ihnen gegenüber sein, General! Es muß alles seine Ordnung und seinen gehörigen Abschluß haben!“

Lachend und gnädigst grüßend fuhr er ab.

An einer Biegung des Weges, als sie schon außer Sicht vom Hause des Generals waren, ließ der Prinz halten, sprang aus dem Wagen, befahl dem Adjutanten, weiterzufahren und erklärte, allein durch die Felder nach Hause gehen zu wollen.