„Der, wie die meisten seinesgleichen, hat kein Vaterland! Der hat nur einen Herrn, der von ihm möglichst viel Steuern herauspreßt und ihn womöglich noch zum Kriegsdienst aushebt. Und hat er nicht den einen Herrn, so hat er den andern. Wer’s ist, ist ihm gleich – ob Preuße, ob Franzose, was schert das ihn, wenn er ihn nur möglichst wenig bedrückt! Das vaterländische Gefühl ist eben überall bei uns im Aussterben. Ich sagte es ja schon, und auch, wie es zu bessern wäre, wenn nicht zu spät damit angefangen wird!“
„Ein Glück, daß die Fahnenflüchtigen unter meine Gerichtsbarkeit fallen! Denn wenn Sie, Herr Präsident, ihn abzuurteilen hätten –“
„Ich würde in dem Falle versucht sein, Milde walten zu lassen – ich gestehe es! Übrigens werde ich bald hier nichts mehr zu richten haben!“
„Sie sind schon amtsmüde? Nach kaum zwei Jahren?“
„Das nicht! Man hat mich nach Berlin in die Regierung berufen. Ich soll Minister werden.“
„Und Sie? Haben Sie angenommen?“
„Ich habe – bedingt angenommen. Ich möchte mir wohl die Gelegenheit nicht entgehen lassen, zum Besten meines Vaterlandes tätig zu sein. Aber – ich möchte sie auch gehörig ausnutzen können!“
„Das traue ich Ihnen schon zu. Der König liebt es aber nicht, wenn man ihm Bedingungen stellt!“
„Ist mir gleich!“
„Was hat er denn geantwortet?“