»Für heute hat sich Mylord Arundel bei ihr zum Souper angesagt!«

»Der tolle Engländer?! Wir haben von ihm gehört! Er scheint sich vorgenommen zu haben, auf dem Felde der Galanterie Frankreich zu erobern! Das geht nicht, Bachelier! Wir gönnen zwar unserem Vetter von Carignan seine Hörner! Er ist aber nicht nur unser Vetter — er ist auch General unserer Armee! — Und die Ehre unserer Armee erlaubt keine englischen Victoiren! — Wir müssen da Sukkurs geben, Bachelier!«

»Wenn Majestät nur zu befehlen geruhen, daß sie heute in Fontainebleau tanzt — dann wird sie heute nicht in Paris soupieren können.«

»Nein, nein! — Wir wollen nicht in Versuchung kommen! — Wir neigen zu sehr dazu, aus einem gelegentlichen Amüsement Folgerungen zu ziehen, die uns nachher lästig werden! Wir sind zu sehr Gewohnheitsmensch! — Wir haben schon zuviel an unseren Fesseln zu tragen! Wir wollen von jener Dame nichts mehr hören! Kein Wort, Bachelier! Kein Wort!«

Und er warf sich in die Kissen zurück und erwartete mit Ungeduld von seinem Getreuen den striktesten Ungehorsam. Aber Bachelier blieb stumm.

»Sag mal, Bachelier«, fing der König von neuem wieder an, »ist sie wirklich so hübsch?«

»Wie ich schon zu berichten die Ehre hatte, liegt ganz Paris ihr zu Füßen!«

»Dann wird sie sicher ein Scheusal sein! Nicht wahr, Bachelier — sie ist abscheulich?«

»Zu Befehl, Sire, abscheulich wie Venus selbst!«