»Schweigen Sie! Machen Sie hell!« kommandierte der Prinz. Und Fossano tastete sich an das Fenster heran, zog die dichten Vorhänge zur Seite und ließ die Sonne herein, kam dann auf den Wink des Prinzen wieder ans Bett heran und hob den Bettvorhang vorsichtig auf.

Hoheit trippelte auf leichten Füßen näher, hielt das Lorgnon an die Augen, beugte sich vor, faßte mit eleganter Handbewegung den Zipfel der Bettdecke, hob sie hoch — ließ sie aber mit einem Ausruf der zornigsten Überraschung fallen und wankte zurück.

»Was gibt's?« fragte Fossano.

»Mon Dieu! — Aber so sehen Sie doch! Sehen Sie selbst!«

Fossano schlich näher. Ein Blick genügte. Auf dem Kissen neben Barberina ruhte — der jugendliche Kopf des Herzogs von Durfort!

»Diese Infamie!« rief der Prinz mit halberstickter Stimme. »Diese unerhörte Treulosigkeit! Was mache ich nun mit dieser liederlichen Kreatur?«

»Hoheit sind hier der Herr und Gebieter!«

»Und Sie meinen, ich sollte hier den eifersüchtigen Betrogenen spielen?! Lächerlich!«

»Wenn's gilt, der Lächerlichkeit zu entgehen — ja!« sagte Fossano und verbeugte sich. »Hoheit werden aber gestatten, daß ich mich vorher entferne!«

»Sie lassen mich im Stich?!«