»Seine Hoheit haben nur den Wunsch, den Platz zu räumen«, war alles, was er zur Antwort gab. »Denn die Mietsquittung haben Sie doch in Händen, und Sie bleiben doch hier?«
»Ich bleibe! Und die Möbel auch!«
»Seine Hoheit haben befohlen, für die Meubles Seiner Herrlichkeit des Mylord Arundel Platz zu machen«, antwortete der Vollstrecker des prinzlichen Zornes trocken und räumte in aller Gemütsruhe Zimmer nach Zimmer aus, bis nur noch das Boudoir und das Schlafzimmer übrig waren.
Da pflanzte sich die Signora mit ausgebreiteten Armen vor der Tür auf.
»Nur über meine Leiche kommt Ihr da hinein! — Keinen Stuhl, keinen Schemel, auch nicht das geringste Stück der Einrichtung nehmt Ihr von dort mit!«
»Seine Hoheit legen keinen Wert auf die Ausstattung des entweihten inneren Heiligtums«, antwortete der alte Registrator des galanten Inventars. »Alles, was geeignet wäre, peinliche Erinnerungen oder bittere Empfindungen zu erwecken, bleibt hier und mag auch ferner der Untreue dienen! Aber die kostbaren Spitzen aus Brabant, die alten Juwelen und sonstigen Schmucksachen, wie sie hier verzeichnet sind« — er klappte ein zweites, noch umfangreicheres Register auf —, »haben Hoheit mir befohlen, wieder in Empfang zu nehmen!«
»Er fordert seine Geschenke zurück!«
»Hoheit erachten sich für unwürdig, den schönen Leib Eurer Tochter zu schmücken, den sie fortan von anderen Anbetern verzieren lassen will! Dürfte ich bitten, die Sachen herbeischaffen zu wollen und so meine Aufgabe zu erleichtern?«
»Niemals!« schrie die alte Frau, entsetzt, eines so ansehnlichen Teiles ihres Gewinns beraubt zu werden. Aber sie hatte die Empfindungen ihrer Tochter außer Berechnung gelassen.
Babara, die sich allmählich von der Überraschung erholt hatte, war durch ihre Kammerjungfer von der Ausräumung ihres Hauses benachrichtigt worden und trat jetzt voller Zorn aus ihrem Boudoir heraus.