»Keinem Zufall, Mylord«, antwortete sie und warf einen schnellen Blick auf den anderen Kämpfer, der wie ein ertappter Schuljunge dastand. »Man hatte mir mitgeteilt, daß diese Auseinandersetzung meiner Wenigkeit galt, und da war ich so frei, mich auch zur Stelle zu begeben! Mich dünkt, ich habe da ein Wort mitzureden!«

»Gewiß, Signorina«, sagte Albermale. »Ich gestehe Ihnen ohne weiteres das Recht zu! — Obwohl die Auseinandersetzung einen mehr — wie soll ich sagen — rein akademischen Charakter hat!«

»Wie soll ich das verstehen?« fragte sie scharf und bog die dünnen Klingen in ihren Händen.

»Sehr einfach! Es handelt sich um Ihren Tanz!«

»Nur um meinen Tanz, will ich hoffen? — Nicht auch um meine Person?«

»Ihre Person ist von Ihrem Tanz untrennbar, Mademoiselle! Sie erfüllen Ihren Tanz mit so viel Poesie — mit so viel Reiz der Persönlichkeit — kurz, Sie sind so entzückend —«

»Auf Komplimente verstanden Sie sich immer gut, Mylord! Das sah ich schon in Paris! Ich wußte aber nicht, daß Sie solchen leicht hingeworfenen Nichtigkeiten mit der Waffe Nachdruck zu verleihen pflegen!«

Albermale biß sich auf die Lippen.

»Geradeheraus gesagt, Mademoiselle — es handelt sich um Ihre Tirolienne, die Sie neulich tanzten!«

»Wirklich?«