Er nahm die dargebotene Hand an.

»So ist's recht«, sagte die triumphierende Schöne. »Und nun, da der Friede geschlossen ist, werde ich mich entfernen! Diese Trophäen aber« — sie hob die Degen hoch — »nehme ich mit als Wahrzeichen der Versöhnung und als Erinnerung an den Kampf!«

»Unsere Degen wie unsere Herzen legen wir Ihnen zu Füßen, Mademoiselle —«

»Dann werde ich aber auch nie wieder tanzen können! Denn ich möchte weder meine Füße verwunden noch Ihre Herzen zertreten!«

»Mein Herz hält etwas aus!« rief Albermale. »Versuchen Sie's nur ruhig! Überlegen Sie sich's nicht erst lange!«

»Ich werde es mir sehr überlegen!« sagte sie spöttisch. »Ich glaube sogar bestimmt versichern zu können, daß jener Tanz für mich gar keinen Reiz haben wird! Ich verzichte — das wird schon das beste sein!«

Und wie sie gekommen war, so verschwand sie und ließ die überraschte Gesellschaft stehen.

Lord Albermale und seine Freunde verabschiedeten sich von Stuart, der noch träumend dastand und der verschwundenen Erscheinung in Gedanken nachging.

Er hörte nicht die Aufforderung seiner Freunde, mitzukommen. Ihre spöttischen Bemerkungen drangen nicht bis an sein Bewußtsein. Er merkte nicht, daß er allein auf dem Platze blieb, und daß es still um ihn wurde.